Schloss Paretz erinnert an Königin Luise von Preußen

Zum 250. Geburtstag von Königin Luise widmet sich eine neue Ausstellung auf Schloss Paretz ihrem politischen Wirken und ihrem schwierigen Verhältnis zu Napoleon Bonaparte. Im Mittelpunkt steht das Treffen von 1807 in Tilsit, bei dem Luise versuchte, nach der Niederlage Preußens bessere Bedingungen für ihr Land auszuhandeln.

Die Ausstellung zeigt, dass Luise weit mehr war als nur eine beliebte Monarchin und Schönheit ihrer Zeit. Statt romantischer Verklärung beleuchtet die Präsentation auch die politischen Grenzen ihres Einflusses. Historiker Daniel Schönpflug beschreibt Luise dabei als „gescheiterte, aber tragische Figur“. Besonders thematisiert wird ihr Versuch, Napoleon persönlich entgegenzutreten. Gleichzeitig zeigt die Ausstellung, wie stark ihr Bild später idealisiert wurde und bis heute das öffentliche Geschichtsbild prägt. Zu sehen sind historische Darstellungen, Dokumente und Einblicke in das Leben der preußischen Königin.

„Ungeheuer trifft Papagei – Napoleon Bonaparte und Königin Luise in Tilsit“ kann auf dem Schloss Paretz noch bis zum 1. November 2026 in Ketzin besucht werden.

Quelle: Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ), Artikel „Zwischen Macht und Mädchen“ vom 23./24. Mai 2026 von Lars Grote

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