Ortsfamilienbücher
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Geographische Lage Groß S&aulm;rchen (Żarki Wielkie) liegt fünf Kilometer nordöstlich von Bad Muskau an der Lausitzer Neiße gegenüber von Pusack (Gemeinde Neiße–Malxetal). Zwischen Żarki Wielkie und dem südöstlichen Nachbarort ŻMarki Małe (Klein Särchen) verl&aulm;uft die Landesstraße 12 von Łęknica (Lugknitz) über Trzebiel (Triebel) in Richtung der Kreisstadt Żary (Sorau). Geschichtliches Namensherkunft: Der eingedeutschte Name Särchen und das polnische Wort Żarki gehen auf das altsorbische Wort zarü (Brand) zurück, was auf eine Brandrodung zur Besiedlung hinweist. Der Namenszusatz Groß beziehungsweise Wielkie dient der Unterscheidung zu Żarki Małe (Klein Särchen). Groß S&aulm;rchen galt lange Zeit als Kirchdorf. Erste namentliche Erwähnungen gehen bis in das späte 14. Jahrhundert zurück. Im Brandenburgischen Landeshauptarchiv in Potsdam sind Urkunden vorhanden, die Auseinandersetzungen um die Burg Gro&szig;–Särchen im Jahre 1463 und die Belehnung des Landes an Johann von der Heyde im Jahre 1502 bezeugen. In den nachfolgenden Jahrhunderten wechselte sich mehrfach die Herrschaft über Land und Besitz ab. So gehörte man lange dem Fürstentum Sagan an und unterstand später der Herrschaft des Fürstentums Bad Muskau. Um 1818 wurde das Dorf durch die preußischen Gebietsreformen dem brandenburgischen Landkreis Sorau zugeordnet. In Groß–Särchen wurde lange Zeit nur Ackerbau betrieben. Einen wirtschaftlichen Aufschwung erlebte die Region am Ende des 19. Jahrhunderts mit dem Bau der Kartonfabrik. Sie wurde 1895 neben der Mahlmühle der Kaufleute und Mühlenbesitzer Brade und Noack errichtet. Die Mahlmühle wurde im Jahre 1896 durch einen Großbrand zerstört und danach komplett zugunsten der Kartonfabrik aufgegeben. Die Firma des Unternehmens lautete zunächst Groß–Särchener Holzstoff– und Lederpappenfabriken Kunstmühlen AG vormals Noack & Brade. Es produzierte Maschinenlederpappe, Grau–, Zieh–, Faltschachtel–, Chromersatz– und Maschinenholzkarton. Die Kartonfabrik existierte bis 1945 und wurde anschließend demontiert. Heute befindet sich auf dem ehemaligen Werksgelände ein mit Wasserkraft betriebenes Elektrizitätswerk. Ein weiterer Faktor für den Aufschwung der Region war der Bau der Bahnstrecke Muskau–Teuplitz, welche Groß Särchen 1898 mit einem Bahnhof an das Bahnnetz anschloss. Dies begünstigte wiederum die weitere Ortsentwicklung und ließ die Einwohnerzahl auf bis zu 1200 Bewohner im Jahre 1939 ansteigen. Gegen Ende des zweiten Weltkrieges wurde die Neißebrücke nach Pusack von der Wehrmacht zerstört. Nachdem Stalin eine Westverschiebung Polens durchsetzen konnte und die deutsch-polnische Grenze seitdem entlang der Oder-Neiße-Linie verläuft, wurde Groß Särchen ein polnischer Grenzort und die Brücke nicht wieder errichtet. Quellenlage: Alle Kirchenbücher und Personenstandsregister des Standesamtes Groß–Särchen sind zerstört oder verschollen. Für dieses Ortsfamilienbuch werden deshalb folgende Quellen herangezogen:
Hinweise zu den Daten&colon Die Primärquelle sind die Grundbücher Groß–Särchen, aus denen sich recht gut die Familienverhältnisse ableiten lassen. Geburts- und Sterbedaten werden jedoch nur selten vermerkt, können aber aufgrund der verschiedenen Eintragungen geschätzt werden. Für die Geburts- und Sterbedaten gilt daher folgende Lesart: Um 1800 → das Jahr wurde grob geschätzt, um die Person zeitlich einzuordnen 1800 (ohne um) → das Jahr wurde aus dem Trau– oder Sterbeeintrag zurückgerechnet 24.03.1800 → das Geburtsdatum ist genau bekannt (entweder aus dem Taufbuch oder als Angabe in den Standesamtregistern) | |||||||||||
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