Buchvorstellung: „Die Herrschaft Lindow-Ruppin im Spätmittelalter zwischen Selbstbehauptung und Abhängigkeit“

Obwohl die Herrschaft Lindow-Ruppin im Spätmittelalter eine zentrale Lage zwischen den großen Landesherrschaften im Osten des Reiches einnahm und sich ihre beiden Landesteile über eine weite Entfernung erstreckten, ist sie weitgehend in Vergessenheit geraten. Lediglich die Frage nach der Herrschaftsgründung der aus dem nordöstlichen Harzraum stammenden Arnsteiner im Land Ruppin gab Historikern Anlass zur Beschäftigung mit dem Thema. Eine differenzierte Erforschung blieb bisher hingegen aus.

Anhand teils neu entdeckter Quellen untersucht André Stellmacher verschiedene Schwerpunkte, wie die Heirats- und Erwerbspolitik, die Besitzverteilung innerhalb der Herrschaft und das Verhältnis der Grafen zu ihren Vasallen. Eine beinahe 1.000 Einträge umfassende Regestensammlung bildet dafür die Grundlage. Neu geschaffene Karten und der reich bebilderte anhängende Siegelkatalog belegen die Ergebnisse auf anschauliche Weise.

Zum Autor:
Andre Stellmacher geb. 1987. Studium von Geschichte und Deutsch an der Universität Potsdam, 2018 Promotion zum Dr. phil. ebendort. Seit 2018 Referent im Brandenburgischen Landeshauptarchiv, zuständig für die Oberen Behörden und Institutionen der Kurmark, Neumark und Niederlausitz, für die Urkundenbestände und für Kommunalheraldik im Land Brandenburg. Forschungsschwerpunkt: Mittelalterliche Geschichte der Mark Brandenburg und ihrer benachbarten Gebiete, besonders die der Herrschaft Ruppin.

Zu erwerben beim Berliner Wissenschafts-Verlag:
https://www.bwv-verlag.de/stellmacher-lindow-ruppin-brandenburg-grafen

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