Plattdeutsch in Gefahr


Das Kultusministerium Brandenburgs sieht dringenden Handlungsbedarf und verstärkt die Förderung von Sprachunterricht an ersten Grundschulen.

Platt als Variante des Niederdeutschen gehört zu den Sprachen in Brandenburg, ist aber nach Aussage der Brandenburgischen Landesregierung als aktives Kommunikationsmittel „äußerst gefährdet“. Bei der Förderung des Niederdeutschen steht Brandenburg bislang am Anfang. Konkrete Themen werden jedoch schon in einer Arbeitsgruppe mit brandenburgischen Platt-Sprechern zum Beispiel aus dem Großderschauer Mundartzirkel sowie dem Verein für Niederdeutsch besprochen.

Zu den offenen Vorhaben gehören zweisprachige Ortsschilder, wie zum Beispiel bislang einmalig auf den beiden Bahnsteigen im Bahnhof Prenzlau zu finden. Dort steht hinter dem amtlichen hochdeutschen Stadtnamen auch der niederdeutsche Name „Prentzlow“. Zweisprachige Ortsschilder sind auch in Sewekow und Putlitz geplant.

Auch die weitere Förderung des Sprachunterrichts in Platt ist ein wichtiger Beitrag zum Erhalt des Niederdeutschen. So gibt es in Templin und Prenzlau bereits in vier Grundschulen ein solches Unterrichtsangebot.

Die havelländische Plattsprechergruppe „Großderschauer Mundartzikel“ um Helga Klein trifft sich seit über 30 Jahren jeden 1. Donnerstag im Monat im

Heimathaus
Kleinderschauer Straße 1
16845 Großderschau

Interessenten können sich per per E-Mail an die Gruppe wenden.

Quellen:
Märkische Allgemeine im August 2019
https://www.platt-in-brandenburg.de/plattsnackers/brandenburger-plattsnackers/platt-im-havelland
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