Jahrbuch 2014

bgjj2014-titel Dieses Jahr ist es uns gelungen, das Jahrbuch schon zu Beginn der zweiten Jahreshälfte fertig zu haben. Es befindet sich zur Zeit im Druck und wird in den nächsten Tagen allen Mitgliedern zugestellt.

Aus dem Vorwort:

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,
liebe Forscherfreunde,

das wohl wichtigste regionalgeschichtliche Ereignis diesen Jahres ist die Erste Brandenburgische Landesausstellung in Doberlug-Kirchhain. Unter dem Motto „Wo Preußen Sachsen küsst“ wird die stets besondere  Nachbarschaft Brandenburg-Preußens und Kursachsens in sieben Szenen historisch thematisiert.

Hintergrund ist der Wiener Kongress des Jahres 1815. Sachsen war der wohl einzig eindeutige Verlierer unter den deutschen Staaten und musste mehr als die Hälfte seines Territoriums abgeben. Wesentlicher Nutznießer war Preußen. Seither ist der gesamte Süden dessen, was wir heute wie selbstverständlich als Brandenburg kennen, einverleibtes sächsisches Gebiet; neben der nur locker im sächsischen Staatsverbund befindlichen Markgrafschaft Niederlausitz waren es sogar Teile des sächsischen Kurkreises. Noch heute dürften aufmerksamen Touristen die meist gut restaurierten sächsischen Postmeilensäulen auf den Marktplätzen von Jüterbog, Belzig oder Elsterwerda auffallen, und auch der Kuchen bei den Bäckern dieser Orte zeugt noch heute davon, dass manch sächsische Tradition lebendig geblieben ist. Besuchen sie also Schloss Doberlug, die „Sächsische Perle Brandenburgs“, vom 6. Juni bis 2. November, und lassen sie sich von den Wechselfällen der so nahen Geschichte unserer Heimat faszinieren.

Natürlich haben wir auch in unserem Jahrbuch auf dieses Ereignis Bezug genommen und zwei Aufsätze gewinnen können, die sich mit der Reformationszeit in Doberlug und Kirchhain befassen. Darüber hinaus bietet unser Jahrbuch wieder ein breites Spektrum regional- und familiengeschichtlicher Themen – und ist dabei ein ganzes Stück umfangreicher geworden. Das ist auch der Grund, warum wir uns in diesem Jahr entschlossen haben, auf Buchrezensionen zu verzichten, da wir natürlich nicht frei von Kostenzwängen sind.

Ich wünsche Ihnen nun viel Freude bei der Lektüre des achten Bandes unseres „Brandenburgischen Genealogischen Jahrbuches“.

Inhalt:

  • Brandenburgische Geschichte
    • Felix Engel (Potsdam): Die Reformation in Dobrilugk und Kirchhain
    • Gerd-Christian Th. Treutler (Falkensee): „Ist das Wandern des Müllers Lust oder Last?“ – Zusammenhang von Gesetzgebung, Unehrlichkeit und erzwungener Mobilität in der Arbeitswelt der Frühen Neuzeit Brandenburgs am Beispiel des unsteten Berufes Müller
  • Allgemeine Genealogie
    • Margit Rose-Schmidt (Hasloh): Die Funckes, drei Generationen Englischer Stuhlmacher in Berlin 1769–1843 (Teil 2)
  • Brandenburgische Genealogie – Mittelmark
    • Karl-Ernst Friederich (Freiburg i. Br.): Wie der Schulze Lüthy von Lüdersdorf sein Amt verlor
    • Norbert Seyer (Königs Wusterhausen): Die Vorfahren und Familiengeschichte des Berliner Diözesanbaurates Carl Anton Otto Kühn (1873–1942)
  • Brandenburgische Genealogie – Neumark
    • Carsten Stern (Hamburg): Von der Schulzenfamilie Röhl in Dragebruch/Neumark und ihren Schulzenhöfen
  • Brandenburgische Genealogie – Niederlausitz
    • Johannes Glander /Potsdam): Was vom Kloster übrig blieb – Heinrich Monch und der Besitz des Klosters Dobrilugk

Bibliographische Angaben:
Brandenburgisches Genealogisches Jahrbuch, Herausgeber: Brandenburgische Genealogische Gesellschaft
„Roter Adler“ e.V., AG Potsdam VR 6801 P, ISSN: 1865-567X, ISBN 978-3-945402-01-6, Preis 13,90 €