Brandenburgi#che Genealogi#che Ge#ell#chaft "Roter Adler" e. V.
10 Jahre Familienforschung in Brandenburg
Mühlen-Verzeichnis
Das Brandenburger Mühlenverzeichnis ist ein offenes Projekt der Brandenburgischen Genealogischen Gesellschaft "Roter Adler" e.V. Mitmachen können hier nicht nur Vereinsmitglieder, sondern auch alle anderen Interessierten. In diesem Projekt sollen alle aktuell noch existierenden wie auch ehemaligen Mühlen im historischen Brandenburg erfasst werden.
Derzeit enthält dieses Verzeichnis Information zu 226 Mühlen.
Mühlenverzeichmis mit OSM-Karte
Alte Ahlimbsmühle Milmersdorf (bis 17. Jh. Birkmühle) Milmersdorf
Fotograf/in:
Name der Mühle
Alte Ahlimbsmühle Milmersdorf (bis 17. Jh. Birkmühle)
Ort
Milmersdorf
Bauart
Wassermühle
Funktion der Mühle
Datum des Baus
Datum des Abrisses
Erbauer
Längen- und Breitengrad
13.6224590729 °O 53.0744750265 °N
Fotograf/in:
Beschreibung
Der Ort Ahlimbsmühle, Wohnplatz in der Gemeinde Milmersdorf, wurde 1553 erstmalig als "Berkenmollen" (Birkenmühle) urkundlich erwähnt. Schon lange vor der Ersterwähnung war hier am Damm zwischen dem Lübbesee und Melitzsee der Standort einer Wassermühle. Der Ort war verkehrsgünstig unweit der Kreuzung der Straßen von Berlin nach Prenzlau und von Templin nach Eberswalde über Joachimsthal gelegen. Nach dem 30-jährigen Krieg ruhte der Mühlenbetrieb. 1672 kam die Mühle in den Besitz von Johann Georg von Ahlimb. Die Mühle wurde in Ahlimbsmühle umbenannt. Aus der Mühle wurde im Laufe der Jahre ein richtiges Dorf mit einer Poststation. 1870 wurden außer dem Rittergut acht Wohnhäuser und weitere 19 Wirtschaftsgebäude erwähnt. Neben der Wassermühle gab es auch eine Bockwindmühle. 1939 nahm der Reichsjägermeister Hermann Göring mit der Stiftung Schorfheide die Mühle in Besitz. Neben der Mühle wurde ein Feldflugplatz für seine 8 Kilometer entfernte Residenz Carinhall angelegt. Ahlimbsmühle blieb vom zweiten Weltkrieg nicht verschont. In den letzten Tagen wurde hier eine Panzersperre eingerichtet. Nach Kriegsende dienten die Gebäude als Unterkunft für Flüchtlige aus dem Osten. In den Stallanlagen wurde von der LPG Rinder-Aufzucht betrieben. Die Mühle wurde 1968 für den DEFA-Film "Die Russen kommen" abgebrannt. Ab 1970 war das Anwesen ein Ferienobjekt. Erst 1987 wurde der Film öffentlich gezeigt. Ca. 2010 waren noch Mauerwerksreste der Mühle neben der Straße sichtbar.
Die folgenden zusätzlichen Informationen stammen aus dem genealogischen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie e.V