Mühlen-Verzeichnis



Das Brandenburger Mühlenverzeichnis ist ein offenes Projekt der Brandenburgischen Genealogischen Gesellschaft "Roter Adler" e.V. Mitmachen können hier nicht nur Vereinsmitglieder, sondern auch alle anderen Interessierten. In diesem Projekt sollen alle aktuell noch existierenden wie auch ehemaligen Mühlen im historischen Brandenburg erfasst werden.

Derzeit enthält dieses Verzeichnis Information zu 226 Mühlen.


Mühlenverzeichmis mit OSM-Karte

Simonsmühle Kliestow Frankfurt/Oder - Kliestow




Fotograf/in:
Name der MühleSimonsmühle Kliestow
OrtFrankfurt/Oder - Kliestow
BauartWassermühle
Funktion der MühleMalzmühle
Datum des Bausvermutlich 1762 (bereits im 14. Jahrhundert wird jedoch eine Mühle an diesem Standort urkundlich erwähnt)
Datum des Abrisses
Erbauer
Längen- und Breitengrad °O
°N



Fotograf/in:
Beschreibung
Eine Mühle an diesem Standort ist bereits im 14. Jahrhundert urkundlich erwähnt. Laut Inschrift wurde das am Klingefließ gelegene einstige Mühlengebäude im Jahre 1762 errichtet. Die Klinge war der wichtigste Mühlenstandort in Frankfurt (Oder). Westlich der Mühle befand sich der heute ausgetrocknete Mühlteich. Die Mühle ist benannt nach Johann Kaspar Friedrich Simon, der die alte Malzmühle in ein beliebtes Ausflugslokal umwandelte. 1890 erfolgte der Ausbau des Lokals mit Kegelbahn, Tanzpavillon, Biergarten, Saal, Kinderspielplatz und Tierzwingern. In den Zwingern waren Rehe, Füchse, Igel, Fasane, Pfaue, Seidenhühner, Hasen sowie zwei Affen zu sehen. Auch ein Reitpferd stand den Ausflüglern zur Verfügung. Zu erreichen war die Simonsmühle u.a. mit dem Vorortzug (Kursbuchstrecke 123e) Frankfurt (Oder) - Booßen der stündlich verkehrte und an den Haltestellen Paulinenhof, Simonsmühle und Gronenfelde hielt. Dieser Pendelzug wurde 1945 aufgegeben. 1934 wurde die Simonsmühle in ein Wohnhaus umgebaut und bis in die 90er Jahre entsprechend genutzt. Seitdem steht das denkmalgeschützte Haus leer und ist dem Verfall preisgegeben. Das Objekt ist eines der letzten Fachwerkbauten im ländlichen Stadtgebiet.



Die folgenden zusätzlichen Informationen stammen aus dem genealogischen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie e.V
°O
°N



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