Brandenburgi#che Genealogi#che Ge#ell#chaft "Roter Adler" e. V.
10 Jahre Familienforschung in Brandenburg
Mühlen-Verzeichnis
Das Brandenburger Mühlenverzeichnis ist ein offenes Projekt der Brandenburgischen Genealogischen Gesellschaft "Roter Adler" e.V. Mitmachen können hier nicht nur Vereinsmitglieder, sondern auch alle anderen Interessierten. In diesem Projekt sollen alle aktuell noch existierenden wie auch ehemaligen Mühlen im historischen Brandenburg erfasst werden.
Derzeit enthält dieses Verzeichnis Information zu 226 Mühlen.
1938 in Paretz,danach in Fahrland, ab 1968 in Langerwisch
Datum des Abrisses
Erbauer
Längen- und Breitengrad
°O °N
Fotograf/in:
Beschreibung
Die nur drei Meter hohe Bockwindmühle hat Jalousieflügel mit einer Spannweite von rund 4,5 Metern und einen Schrotgang. Auch die Miniaturmühle ist betriebsfähig und wird am Deutschen Mühlentag präsentiert. Mit ihren kleinen Mahlsteinen und ihrem kleinen Trichter, der viele Kinder an die Darstellung in Max und Moritz erinnert, stößt sie vor allem bei Heranwachsenden auf großes Interesse. Das Technische Denkmal gilt als kleinste betriebsfähige Windmühle in Deutschland. Die Mühle wurde 1938 vom Mühlenpächter Fräsdorf in Paretz im Maßstab 1:4 als Lehrmühle für seinen Sohn gebaut. Da der Sohn im Zweiten Weltkrieg verstarb, ging der Mühlenbetrieb nicht in die nächste Generation über. Zu einem unbekannten Zeitpunkt (andere Angabe: 1958) kam die Mühle nach Fahrland zum Müllermeister Karl Gutschmidt, der sie bis in die 1960er Jahre nutzte.Gutschmidt, der letzte Müllermeister in Fahrland, traf sich regelm&auuml;ßig mit seinem Langerwischer Kollegen Otto Melior. Die Brandenburger Landtagsabgeordnete Susanne Melior vermutet, dass bei einem der Treffen verabredet wurde, „dass der kinderlose Gutschmidt dem mit vier Söhnen gesegneten Otto Melior die kleine Mühle für ihren eigentlichen Zweck, die Heranführung der Jugend an das Müllerhandwerk,“ weitergab.1968 ließ Otto Melior die Mühle nach Langerwisch holen und neben der großen Mühle aufbauen. Ihren Ausbildungszweck erfüllte sie insbesondere 1972/73. Nachdem am 13. November 1972 ein orkanartiker Sturm die Miniaturmühle fast völlig zerstört hatte, übten sich die vier Söhne im Wiederaufbau. Da Ersatzteile in der DDR nur schwer erhältlich waren, fertigten sie viele Einzelteile in Handarbeit. In den Jahren 2000/2001 erhielt die kleine Bockwindmühle neue Jalousie-Flügel, die zusammen mit dem Seitentreppchen 2009 ausgebessert wurden.
Die folgenden zusätzlichen Informationen stammen aus dem genealogischen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie e.V