Mühlen-Verzeichnis



Das Brandenburger Mühlenverzeichnis ist ein offenes Projekt der Brandenburgischen Genealogischen Gesellschaft "Roter Adler" e.V. Mitmachen können hier nicht nur Vereinsmitglieder, sondern auch alle anderen Interessierten. In diesem Projekt sollen alle aktuell noch existierenden wie auch ehemaligen Mühlen im historischen Brandenburg erfasst werden.

Derzeit enthält dieses Verzeichnis Information zu 226 Mühlen.


Mühlenverzeichmis mit OSM-Karte

Mühle Lichterfelde Lichterfelde




Fotograf/in: Erhard Herrmann
Name der MühleMühle Lichterfelde
OrtLichterfelde
BauartWindmühle
Funktion der Mühle
Datum des Bausum 1562
Datum des Abrisses1967 (abgetragen bis auf die Grundmauern)
ErbauerChristof Sparren
Längen- und Breitengrad °O
°N



Fotograf/in: Erhard Herrmann
Beschreibung
Auf dem Berg vor dem Dorf stand eine Windmühle. Er wurde daher Müllerberg und später Mühlenberg genannt. Die erste von der Gutsherrschaft Christof Sparren zu Lichterfelde erbaute Windmühle ist aus dem Jahre 1562 bekannt.

Nach einer Kirchenbucheintagung 1601.12. Oktober ist Thomaß Michel der Windmüller von der Windmüllen gefallen und begraben. Der Nachfolger des verunglückten Meisters war der aus Garz gebürtige Windmüller Michel Kellermann, der nach dem Kirchenbuch im Jahre 1603 starb. Danach wurde die Mühle intermistisch bedient von Martin Böddicker, Müller zu Heegermühle.

Die Unbilden des 30jährigen Krieges und kräftige Unwetter in dieser Zeit, die im Ort viel Schaden anrichteten, zerstörten auch die Mühle. 1681 wurde die Windmühle in Lichterfelde neu gebaut, nachdem die alte Mühle verfallen war.

1729 geht die "Alte Mühle", sowie die 1584 erbaute Windmühle vor dem Dorfe, von der Gutsherrschaft an den bisherigen Pächter, Müller Andreas Füllgraben, über.

1745 gingen beide Mühlen an den Sohn, Johann Erdmann Füllgraben, über, da der Vater "alters- und schwachheitshalber, denen ... Mühlen nicht mehr gehörig vorzustehen" vermochte. Wind- und Wassermühle wurden einer gründlichen Reparatur unterzogen und dazu das benötigte Bauholz aus der Grimmnitzer Forst geliefert.

Im Jahre 1784 wird ein Mühlenbesitzer mit Namen Jacob Wulf (Meister) genannt. Von einem Nachfolger, der die Windmühle auf dem Berg bewirtschaftete, kaufte der Müller- und Bäckermeister Emil Rückert vom Müller Brachlow Anfang des 19. Jahrhunderts nach seiner Wanderschaft das Gewerk.

Um 1920 wurde die Mühle bereits elektrisch betrieben. Ihre Flügel hatte sie durch Witterungseinflüsse und Sturm verloren, so dass diese 1929 entfernt werden mussten. Damit hatte die Windmühle das Recht verloren, sich weiterhin so zu nennen und wurde fortan nur noch Mühle genannt.

1933/34 baute der Besitzer die Mühle um und sie bekam dabei einen neuen Wellenkopf. Während sie sich mit den Flügeln nach dem Wind drehen musste, konnte sie nun auf einen fest gemauerten Sockel gehalten werden. Zur gleichen Zeit richtete der Meister auch ein Geschäft ein. Brot wurde gebacken und zusammen mit Mehl zum Versand gebracht.

Emil Räckert führte sein Gewerbe mit Geschäft und Brotversand bis in die Kriegszeit hinein und bereits Ausgang 1946 übernahm ein Verwandter den Mühlenbetrieb und betrieb diesen bis ca.1951. Bis auf die Grundmauern trug man die Mühle 1967 ab.


Mehr Informationen zur Mühle Lichterfelde Lichterfelde:

Geschichte der Lichterfelder Mühlen
https://drive.google.com/file/d/1EUbOXGa8mHOk64_nP7LlEGeW0bKI5JzV/view


weitere Bilder zur Mühle Lichterfelde Lichterfelde:

Fotograf/in: Erhard Herrmann

Fotograf/in: Erhard Herrmann

Fotograf/in: Erhard Herrmann


Die folgenden zusätzlichen Informationen stammen aus dem genealogischen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie e.V
Lichterfelde
LICLDEJO62VU
13.7361 °O
52.873208333333 °N



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