Brandenburgi#che Genealogi#che Ge#ell#chaft "Roter Adler" e. V.
10 Jahre Familienforschung in Brandenburg
Mühlen-Verzeichnis
Das Brandenburger Mühlenverzeichnis ist ein offenes Projekt der Brandenburgischen Genealogischen Gesellschaft "Roter Adler" e.V. Mitmachen können hier nicht nur Vereinsmitglieder, sondern auch alle anderen Interessierten. In diesem Projekt sollen alle aktuell noch existierenden wie auch ehemaligen Mühlen im historischen Brandenburg erfasst werden.
Derzeit enthält dieses Verzeichnis Information zu 226 Mühlen.
Mühlenverzeichmis mit OSM-Karte
Dornbuschmühle Bliesdorf Bliesdorf
Fotograf/in:
Name der Mühle
Dornbuschmühle Bliesdorf
Ort
Bliesdorf
Bauart
Funktion der Mühle
Datum des Baus
Datum des Abrisses
Erbauer
Längen- und Breitengrad
°O °N
Fotograf/in:
Beschreibung
1300 => am 19.11. im Bestätigungsbrief des Nonnenklosters Friedland erstmals urkundlich erwühnt
1320 / 1337 => urkundlich erwähnt
1375 / 1549 => Mühle genannt br />1602 => Kaufbrief vom 19.06. des Mühlenmeisters Schultze Peter
1624 => Der Müller zu Dornbusch; die Mühle hat ein Rad
1646 => Berechnung vom 20.01. über die Mühlenpacht, welche Meister Adam Pahl jährlich an von Roebel zu zahlen hatte
1678 => Die Mühle gehört dem Erbmüller D. Klericke
1685 => Kurfürstliche Mühle
1685 => Erbvertrag vom 16.09. des Meisters Johann Schultze br />1714 => Wassermühle auf dem Bliesdorfer Feld
1717 => Vertrag vom 29.06. des Müllers Peter Schultze
1745 => Wassermühle mit einem Gang
1750 => Mühlenmeister Peter Schultze
1768 => Mühlenbesitzer wird Paetsch, der Bürgermeister von Wriezen
1774 => zur Mühle gehören 92 Morgen und 83 Quadratruten Land und eine Schäferei am Mögliner Weg
1775 => Frau Paetsch verkauft die Mühle für 4560 Taler an Anna Caterina verw. Baecker geb. Lüstemann
1784 => Meister Becker wird neuer Müller
1784 => Meister Becker ist Mitglied der Wriezener Müllerinnung
1801 => Wassermühle genannt
1802 => Meister Schultze ist Mitglied der Wriezener Müllerinnung 1805 => 1 Wassermühle, genannt Dornbuschmühle
1821 => Der Mühlenmeister Christian Friedrich Engel kauft die Mühle von seiner Mutter geb. Schultze
1827 => Die Zwangsmahlgerechtigkeit der Mühle wird aufgehoben
1840 => Mühlenmeister Christian Friedrich Engel erbaut das große Mühlenhaus links
1842 => Meister Christian Friedrich Engel löst die jährliche Kornpacht-Abgabe an das Buchamt Wriezen mit einer Zahlung von 3200 Talern ab. Zusätzlich zur Wasserkraft wird eine Dampfmaschine eingebaut.
1847 => Altmeister Christian Friedrich Engel ist Mitglied der Wriezener Müllerinnung. Cyrill, der Sohn von Christian Friedrich Engel, führt nach dem Tod seines Vaters die Mühle weiter. Danach kommt die Mühle wieder in den Besitz der Familie Schultze
1860 => Dornbuschmühle, Wassergetreidemühle
ab 1907 => Die Mühle ist im Besitz von Fritz Quasdorf
1911 => Der Familie Quasdorf wird die Tochter Ilse geboren
1914 => Der Familie Quasdorf wird der Sohn Joachim geboren
1918 => Bau des Silos und Umstellung der Mühle auf Elektroantrieb
1927 => Wassermühle
1937 => In der Mühle wird täglich bis zu 10 Tonnen Getreide vermahlen, Besitzer ist weiterhin Fritz Quasdorf. Am 31. Oktober stirbt Fritz Quasdorf. Sein Sohn Joachim übernimmt fortan die Mühle. Da Joachim Quasdorf kein Meister war, wurde der Mühlenmeister Hans Hörnke aus Perleberg eingestellt. Weiterhin waren Emil Winkler, Willi Schwebsi, Gustav Ewald (Kutscher), Gustav Schöne und Schäfer in der Mühle beschäftigt.
1942/1943 => Joachim Quasdorf fällt im Zweiten Weltkrieg
ab 1946=> Alfred Hohmann und Reinhold Mallon pachten die Dornbuschmühle von den Erben der Müühle, der Witwe des Müühlenmeisters Joachim Quasdorf und des Schwiegersohnes der Witwe von Fritz Quasdorf (der Zahnarzt Dr. Maschmeyer aus Wriezen). Die Pächter Hohmann und Mallon modernisieren die Technik der Mühle, indem sie neue Walzenstühle, Plansichter und später sogar eine Hammermühle einbauen. Ende der fünfziger Jahre verlässt die Familie Hohmann die DDR
1946 bis 1949 => Der Sohn von Reinhold Mallon, Horst Mallon, erlernt in der Dornbuschmühle das Müllerhandwerk
1948 => Am 01. Juni stirbt die Witwe von Fritz Quasdorf
1958 => Horst Mallon legt die Meisterprüfung als Müller ab und arbeitet ab diesem Zeitpunkt als Meister in der Mühle. Weiterhin waren Willi Schwebs, Rechenberg, Kühl und Wolfgang Voss in der Mühle beschäftigt.
1960 => Dr. Maschmeyer verkauft die Dornbuschmühle an die LPG “Rotes Banner“ Bliesdorf. Meister Horst Mallon und Wolfgang Voss betreiben die Mühle unter Leitung der LPG weiter. Es wird nun nur noch Mischfutter für die LPG hergestellt br />1964 => Der ehemalige Müllermeister Reinhold Mallon stirbt
1967 => Am 27. Juni stirbt plötzlich und unerwartet der Meister Horst Mallon
1977 => Bis zu diesem Jahr wird in der Mühle Mischfutter hergestellt. Ab diesem Zeitpunkt steht die Mühle endgültigt still.
1987 und 2006 => In diesen Jahren war das Wasserrad in der Mühle noch vorhanden. Es ist aus Eisen gefertigt und hat einen Durchmesser von etwa 8 Meter. Es ist in einer separaten Radkammer untergebracht. Das Antriebswasser wurde mit einem Gerinne auf das Rad geführt
1988 => Am 06. Mai laden der Rat der Gemeinde Bliesdorf und die Interessengemeinschaft Denkmalspflege zu einer Einwohnerversammlung zum Thema “Wird die Dornbuschmühle ein technisches Denkmal?“ ein.
nach 1991 => Die LPG Bliesdorf verkauft die Mühle an Sharma Dass in Bangkok (Thailand).
2005/2006 => Am 22. August 2005 und 18. Januar 2006 wird dem Besitzer der Mühle ein öffentlicher Steuerbescheid zugestellt. Am 07. September 2006 erscheint in der MOZ ein Artikel über die Zwangsversteigerung der Mühle. Die Gemeinde Bliesdorf strebt die Zwangsversteigerung der Mühle an.
2008 => Am 19./20. Januar und am 26./27. Januar wird in der MOZ über die Zwangsversteigerung der Mühle berichtet. Am 2./3. März wird im Blitz ein neuer Eigentümer für die Mühle gemeldet.
Mehr Informationen zur Dornbuschmühle Bliesdorf Bliesdorf: