Brandenburgi#che Genealogi#che Ge#ell#chaft "Roter Adler" e. V.
10 Jahre Familienforschung in Brandenburg
Mühlen-Verzeichnis
Das Brandenburger Mühlenverzeichnis ist ein offenes Projekt der Brandenburgischen Genealogischen Gesellschaft "Roter Adler" e.V. Mitmachen können hier nicht nur Vereinsmitglieder, sondern auch alle anderen Interessierten. In diesem Projekt sollen alle aktuell noch existierenden wie auch ehemaligen Mühlen im historischen Brandenburg erfasst werden.
Derzeit enthält dieses Verzeichnis Information zu 226 Mühlen.
Mühlenverzeichmis mit OSM-Karte
Hohe Mühle (auch Hohe Molle) Tornow Tornow
Fotograf/in:
Name der Mühle
Hohe Mühle (auch Hohe Molle) Tornow
Ort
Tornow
Bauart
Wassermühle
Funktion der Mühle
Mahl- und Schneidemühle
Datum des Baus
Datum des Abrisses
Erbauer
Längen- und Breitengrad
°O °N
Fotograf/in:
Beschreibung
Die Hohe Mühle war ein Wohnplatz im Ortsteil Tornow der Stadt Teupitz im Landkreis Dahme-Spreewald in Brandenburg. Die Hohe Molle wurde 1546 erstmals urkundlich erwähnt und gehörte zum Schenkenländchen der Herrschaft der Schenken von Landsberg. Sie bestand im Jahr 1624 aus einer Wassermühle mit zwei Rädern. Im Dreißigjährigen Krieg wurde sie zerstört, denn aus dem Jahr 1657 wurde von einer “wüsten Mühlenstätte“ berichtet, die 1694 wieder aufgebaut worden war. 1711 leistete der Müller Abgaben von vier Talern Schoss. 1743 bestand die Wassermühle aus einem Gang sowie einer Schneidemühle; 1772 wurde lediglich von “einem Müller“ berichtet. 1801 bestand das Bauwerk aus einer Wassermahl- und schneidemühle “bei und zu Teupitz gehörig, unweit Tornow“. Es gab eine Feuerstelle (= Haushalt). 1840 bestand neben der Wassermühle ein Wohnhaus. Dort lebte 1858 ein nebengewerblicher Landwirt, der zwei Mägde beschäftigte. Seine Besitzung war 209 Morgen groß. Aus dem Jahr 1860 ist bekannt, dass es neben einem Wohnhaus drei Wirtschaftsgebäude gab, darunter die Wassergetreidemühle. Neben 146 Morgen Wald und zwölf Morgen Wiese wurden 50 Morgen Acker sowie ein Morgen Gartenland bewirtschaftet. Das zuvor als gemeindefreies Etablissement geführte Anwesen wurde 1875 zum Gemeindebezirk Tornow geführt. 1904 erhielt der Besitzer die Konzession, eine Schankwirtschaft zu eröffnen. Diese wurde bis zum Zweiten Weltkrieg als Ausflugslokal genutzt. 1957 war die Hohe Mühle Wohnplatz. Nach dem Krieg wurde der Mühlenbetrieb eingestellt; die Anlage verfiel. 1964 und 1973 war sie ein Ortsteil von Tornow. Die Gebäude wurden als Betriebsferienheim der Reichsbahn und von 1977 bis 1990 von der Akademie der Wissenschaften der DDR genutzt. Nach der Wende erwarb ein Investor das Gebäude.
Die folgenden zusätzlichen Informationen stammen aus dem genealogischen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie e.V