![]() Fotograf/in: wikimedia: OnkelJohn, 2007 | Beschreibung |
Bereits 1420 wurde das Anwesen der Elstermühle in Plessa urkundlich erwähnt. Seit 1825 war die Mühle nachweislich im Besitz der Familie Kühne. Die Schneidemühle kann bereits seit 1580 als Fachwerkbau auf Pfählen mit einer äußeren Holzverschalung nachgewiesen werden und wurde mit Wasserkraft angetrieben. Ab 1630 wurde eine Getreidemühle betrieben, die aber 1710 abbrannte und ein Jahr später als Fachwerkgebäude wieder errichtet wurde. Das Fachwerk des Gebäudes wurde aus vierkantig behauenen Baumstämmen kreuzweise zusammengefügt und die Gefache mit einem Brei aus Lehm, Spreu und Häcksel verschmiert. In Zusammenhang mit der 1852 beginnenden Elsterregulierung veränderte sich das Flussbett der Schwarzen Elster und es musste 1857 ein Wehr an der Mühle errichtet werden, welche vor der Regulierung nur mit Kähnen über die 27 Fließe und Gräben der Schwarzen Elster zu erreichen war. Der Elstermüller besaß königliches Wasserrecht und war gleichzeitig der Schleusenmeister zu Plessa. Als Folge der Trockenlegung des die Mühle umgebenden Sumpfgebietes senkten sich die Pfähle der südlichen Mühlenwand so weit, dass um 1900 eine massive Untermauerung erfolgen musste. Gleichzeitig wurde die Technik der Mühle erneuert, die bis heute erhalten und funktionstüchtig ist. 1903 bekam das Anwesen einen Brunnen mit Pumpe. Vorher wurde das gesamte Trink- und Wirtschaftswasser dem Fluss entnommen. Clemens Kühne, der letzte Müller der Elstermühle, übernahm diese im August 1909 und betrieb sie bis zu seinem Tod im hohen Alter von 87 Jahren. Mit Beginn der Stromversorgung des Ortes durch die örtliche Brikettfabrik 1925 erfolgte der Aufbau eines Sägewerkes im Mühlenhof in dessen Folge die alte Schneidemühle abgerissen wurde. Der Antrieb des Sägewerkes erfolgte über die Hauptwelle der Getreidemühle, welche unter der Straße hindurchgeführt wurde und es dem Elstermüller ermöglichte, Wasserkraft sowie Elektrizität zu nutzen. Ein vorhandener Generator lässt darauf schließen, dass der Müller auch selbst Strom für den Mühlenbetrieb erzeugte, was aber nicht nachgewiesen werden kann. Zur gleichen Zeit baute man an das Mühlengebäude eine Bäckerei, welche aus wirtschaftlichen Gründen vom ursprünglichen Baustil abweicht und bis 1966 betrieben wurde.(wikipedia) |
| wikipedia-Eintrag zur Mühle |
| https://de.wikipedia.org/wiki/Elsterm%C3%BChle_Wahrenbr%C3%BCck |
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| GOV-Kennung: | ||
| Längen- und Breitengrad: | °O °N | |
| Höhe über NN |