Brandenburg Archive - Brandenburgische Genealogische Gesellschaft Roter Adler e. V: https://www.bggroteradler.de/tag/brandenburg/ Familien- und Regionalgeschichtsforschung in Brandenburg Wed, 17 Jun 2026 19:13:47 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0 Johannes Kunckel und das Geheimnis des Rubinglases https://www.bggroteradler.de/johannes-kunckel-und-das-geheimnis-des-rubinglases/ Thu, 18 Jun 2026 06:00:45 +0000 https://www.bggroteradler.de/?p=12459 In seinem neuen Buch „Träume aus Feuer“ widmet sich Florian Illies dem Alchemisten und Glasmacher Johannes Kunckel (1635–1703), einer der Persönlichkeiten am brandenburgischen Hof. Kunckel wurde vom Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm auf die Pfaueninsel geholt, weil man sich von ihm die Herstellung von Gold erhoffte. Doch statt sich allein der Alchemie zu widmen, erforschte er vor allem die Eigenschaften von Glas und entwickelte neue Verfahren zu dessen Herstellung und Färbung. Sein größter Erfolg war das sogenannte Rubinglas, ein leuchtend rotes [...]

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In seinem neuen Buch „Träume aus Feuer“ widmet sich Florian Illies dem Alchemisten und Glasmacher Johannes Kunckel (1635–1703), einer der Persönlichkeiten am brandenburgischen Hof. Kunckel wurde vom Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm auf die Pfaueninsel geholt, weil man sich von ihm die Herstellung von Gold erhoffte. Doch statt sich allein der Alchemie zu widmen, erforschte er vor allem die Eigenschaften von Glas und entwickelte neue Verfahren zu dessen Herstellung und Färbung.

Sein größter Erfolg war das sogenannte Rubinglas, ein leuchtend rotes Glas von außergewöhnlicher Schönheit. Die auf der Pfaueninsel produzierte Glaskunst machte Brandenburg weit über seine Grenzen hinaus bekannt und galt als technologisches Meisterwerk ihrer Zeit. Kunckels Arbeit verband handwerkliches Können mit wissenschaftlicher Neugier und machte ihn zu einem Wegbereiter moderner Forschung.

Trotz dieser Erfolge nahm seine Geschichte kein glückliches Ende. Nach einem verheerenden Brand auf der Pfaueninsel und dem Tod seines wichtigsten Förderers verlor Kunckel seine Stellung am Hof. Florian Illies zeichnet das Bild einestr Forschers, der zwischen Alchemie und Aufklärung lebte und dessen Mut zum Experimentieren bis heute beeindruckt. Seine Geschichte zeigt, wie große Entdeckungen oft aus kühnen Ideen und der Bereitschaft entstehen, neue Wege zu gehen.

Quelle: Märkische Allgemeine Zeitung vom 30./31. Mai 2026 „Abenteuer am Brandenburger Hof“ von Karim Saab

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Schloss Paretz erinnert an Königin Luise von Preußen https://www.bggroteradler.de/schloss-paretz-erinnert-an-koenigin-luise-von-preussen/ Wed, 27 May 2026 12:47:37 +0000 https://www.bggroteradler.de/?p=12442 Zum 250. Geburtstag von Königin Luise widmet sich eine neue Ausstellung auf Schloss Paretz ihrem politischen Wirken und ihrem schwierigen Verhältnis zu Napoleon Bonaparte. Im Mittelpunkt steht das Treffen von 1807 in Tilsit, bei dem Luise versuchte, nach der Niederlage Preußens bessere Bedingungen für ihr Land auszuhandeln. Die Ausstellung zeigt, dass Luise weit mehr war als nur eine beliebte Monarchin und Schönheit ihrer Zeit. Statt romantischer Verklärung beleuchtet die Präsentation auch die politischen Grenzen ihres Einflusses. Historiker Daniel Schönpflug beschreibt [...]

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Zum 250. Geburtstag von Königin Luise widmet sich eine neue Ausstellung auf Schloss Paretz ihrem politischen Wirken und ihrem schwierigen Verhältnis zu Napoleon Bonaparte. Im Mittelpunkt steht das Treffen von 1807 in Tilsit, bei dem Luise versuchte, nach der Niederlage Preußens bessere Bedingungen für ihr Land auszuhandeln.

Die Ausstellung zeigt, dass Luise weit mehr war als nur eine beliebte Monarchin und Schönheit ihrer Zeit. Statt romantischer Verklärung beleuchtet die Präsentation auch die politischen Grenzen ihres Einflusses. Historiker Daniel Schönpflug beschreibt Luise dabei als „gescheiterte, aber tragische Figur“. Besonders thematisiert wird ihr Versuch, Napoleon persönlich entgegenzutreten. Gleichzeitig zeigt die Ausstellung, wie stark ihr Bild später idealisiert wurde und bis heute das öffentliche Geschichtsbild prägt. Zu sehen sind historische Darstellungen, Dokumente und Einblicke in das Leben der preußischen Königin.

„Ungeheuer trifft Papagei – Napoleon Bonaparte und Königin Luise in Tilsit“ kann auf dem Schloss Paretz noch bis zum 1. November 2026 in Ketzin besucht werden.

Quelle: Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ), Artikel „Zwischen Macht und Mädchen“ vom 23./24. Mai 2026 von Lars Grote

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Zwischen Archivpflicht und Kapazitätsgrenzen https://www.bggroteradler.de/zwischen-archivpflicht-und-kapazitaetsgrenzen/ Wed, 22 Apr 2026 06:00:15 +0000 https://www.bggroteradler.de/?p=12384 Die kontinuierlich steigende Zahl an Veröffentlichungen stellt Bibliotheken vor grundlegende strukturelle Probleme. Täglich erscheinen neue Bücher, Tonträger und digitale Publikationen, die insbesondere von Nationalbibliotheken systematisch erfasst und archiviert werden sollen. Dieser Anspruch auf Vollständigkeit führt zwangsläufig zu einem stetigen Wachstum der Bestände. Damit verbunden ist die Frage nach den räumlichen und organisatorischen Grenzen solcher Institutionen. Der Platz ist begrenzt, und auch neue Gebäude schaffen nur vorübergehend mehr Raum. Gleichzeitig erfordert die Erschließung und Kategorisierung der Materialien erhebliche personelle und technische [...]

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Die kontinuierlich steigende Zahl an Veröffentlichungen stellt Bibliotheken vor grundlegende strukturelle Probleme. Täglich erscheinen neue Bücher, Tonträger und digitale Publikationen, die insbesondere von Nationalbibliotheken systematisch erfasst und archiviert werden sollen. Dieser Anspruch auf Vollständigkeit führt zwangsläufig zu einem stetigen Wachstum der Bestände.

Damit verbunden ist die Frage nach den räumlichen und organisatorischen Grenzen solcher Institutionen. Der Platz ist begrenzt, und auch neue Gebäude schaffen nur vorübergehend mehr Raum. Gleichzeitig erfordert die Erschließung und Kategorisierung der Materialien erhebliche personelle und technische Ressourcen.

Die zunehmende Digitalisierung verändert die Situation zusätzlich, löst sie jedoch nicht vollständig. Digitale Archivierung reduziert zwar den physischen Platzbedarf, bringt jedoch neue Anforderungen in Bezug auf Datensicherung, Formatstabilität und langfristige Zugänglichkeit mit sich.

Ein zentraler Aspekt bleibt die Bewertung von Relevanz. Die Entscheidung darüber, welche Inhalte dauerhaft bewahrt werden sollten, ist objektiv kaum zu treffen. Historische Entwicklungen zeigen, dass auch scheinbar marginale Veröffentlichungen später an Bedeutung gewinnen können.

In diesem Spannungsfeld bewegen sich Bibliotheken zwischen ihrem kulturellen Auftrag und praktischen Begrenzungen. Die Sicherung von Wissen ist damit nicht nur eine technische oder logistische Aufgabe, sondern auch eine gesellschaftliche und kulturpolitische Fragestellung.

Quelle: Artikel „Wohin mit allem?“ von Denise Peikert, Märkischen Allgemeine Zeitung, vom 07.04.2026

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Ringvorlesung über Frauen der Hohenzollern https://www.bggroteradler.de/ringvorlesung-ueber-frauen-der-hohenzollern/ Sat, 18 Apr 2026 06:00:59 +0000 https://www.bggroteradler.de/?p=12381 Das Brandenburg Museum startet eine neue Ringvorlesung zur Geschichte der Frauen der Hohenzollern. Im Mittelpunkt stehen Macht, Politik und Netzwerke hinter den Kulissen einer der bedeutendsten deutschen Herrscherfamilien.  Die Reihe will historische Zusammenhänge verständlich und lebendig vermitteln. Den Auftakt bildet am kommenden Dienstag eine Einführungsvorlesung von Matthias Asche und Monika Wienfort von der Universität Potsdam. Die Veranstaltungen finden jeweils wöchentlich von 18:15 bis 20:00 Uhr statt, der Eintritt ist kostenfrei. In den folgenden Wochen widmen sich weitere Vorträge unter anderem [...]

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Das Brandenburg Museum startet eine neue Ringvorlesung zur Geschichte der Frauen der Hohenzollern. Im Mittelpunkt stehen Macht, Politik und Netzwerke hinter den Kulissen einer der bedeutendsten deutschen Herrscherfamilien. 

Die Reihe will historische Zusammenhänge verständlich und lebendig vermitteln. Den Auftakt bildet am kommenden Dienstag eine Einführungsvorlesung von Matthias Asche und Monika Wienfort von der Universität Potsdam. Die Veranstaltungen finden jeweils wöchentlich von 18:15 bis 20:00 Uhr statt, der Eintritt ist kostenfrei.

In den folgenden Wochen widmen sich weitere Vorträge unter anderem den Handlungsspielräumen hochadeliger Frauen im Spätmittelalter, den brandenburgischen Kurfürstinnen, Anna von Preußen, Louise Henriette, Dorothea Sophie, Königin Elisabeth Christine und Wilhelmine von Bayreuth. 

Die Ringvorlesung bietet damit einen spannenden Einblick in die Rolle von Frauen in der Geschichte der Hohenzollern.

Quelle: Online-Artikel Tagesspiegel vom 10.04.2026 von Konstanze Kobel-Höller, abrufbar unter: https://www.tagesspiegel.de/potsdam/potsdam-kultur/macht-der-frauen-der-hohenzollern-neue-ringvorlesung-im-brandenburg-museum-15455322.html 

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Vortrag von Dr. phil. Vinzenz Czech: Brandenburgische Familiengeschichten https://www.bggroteradler.de/vortrag-von-dr-phil-vinzenz-czech-brandenburgische-familiengeschichten/ Wed, 15 Apr 2026 12:59:25 +0000 https://www.bggroteradler.de/?p=12377 Morgen, am 16. April, lädt die Stadt- und Landesbibliothek Potsdam zu einem Vortrag von Dr. phil. Vinzenz Czech ein. Im Mittelpunkt stehen brandenburgische Familiengeschichten sowie historisches Wissen aus und über die Bestände der Bibliothek. Der Vortrag bietet Einblicke in ausgewählte Quellen und zeigt, wie sich regionale Geschichte anhand dieser Materialien erschließen lässt. Die Veranstaltung ist Teil einer Vortragsreihe zu unterschiedlichen historischen Themen, mit der die SLB ihren Brandenburgica-Bestand einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich macht. Sie findet in Kooperation mit der Potsdamer [...]

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Morgen, am 16. April, lädt die Stadt- und Landesbibliothek Potsdam zu einem Vortrag von Dr. phil. Vinzenz Czech ein. Im Mittelpunkt stehen brandenburgische Familiengeschichten sowie historisches Wissen aus und über die Bestände der Bibliothek. Der Vortrag bietet Einblicke in ausgewählte Quellen und zeigt, wie sich regionale Geschichte anhand dieser Materialien erschließen lässt.

Die Veranstaltung ist Teil einer Vortragsreihe zu unterschiedlichen historischen Themen, mit der die SLB ihren Brandenburgica-Bestand einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich macht. Sie findet in Kooperation mit der Potsdamer Bibliotheksgesellschaft e.V. statt.

Termin: 16. April, 18:00-19:30 Uhr
Ort: Stadt- und Landesbibliothek Potsdam, Am Kanal 47, 14467 Potsdam

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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Slawenburg Raddusch: Ausstellung steht vor dem Aus https://www.bggroteradler.de/slawenburg-raddusch-ausstellung-steht-vor-dem-aus/ Fri, 06 Mar 2026 10:04:49 +0000 https://www.bggroteradler.de/?p=12319 ❗️Die Zukunft der Ausstellung in der Slawenburg Raddusch ist ungewiss. Nach dem Streit um den Betreiber der Anlage droht nun auch der Verlust vieler Exponate. Wie der rbb berichtet, bereitet das Archäologische Landesmuseum Brandenburg vor, einen Großteil seiner Leihgaben aus der Burg abzuholen. Die Stadt Vetschau hatte dem bisherigen Betreiber bereits gekündigt. Der Betreiber erkennt die Kündigung jedoch offenbar nicht an und hat die Anlage bislang nicht geräumt. Die Slawenburg ist inzwischen geschlossen. Viele der Ausstellungsstücke gehören dem Brandenburgischen Landesamt [...]

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❗Die Zukunft der Ausstellung in der Slawenburg Raddusch ist ungewiss. Nach dem Streit um den Betreiber der Anlage droht nun auch der Verlust vieler Exponate. Wie der rbb berichtet, bereitet das Archäologische Landesmuseum Brandenburg vor, einen Großteil seiner Leihgaben aus der Burg abzuholen.

Die Stadt Vetschau hatte dem bisherigen Betreiber bereits gekündigt. Der Betreiber erkennt die Kündigung jedoch offenbar nicht an und hat die Anlage bislang nicht geräumt. Die Slawenburg ist inzwischen geschlossen. Viele der Ausstellungsstücke gehören dem Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege und dem Archäologischen Landesmuseum. Weil die Situation vor Ort ungeklärt ist, will das Museum seine Objekte nun sichern. 

Die Burg ist eines der bekanntesten archäologischen Ausflugsziele der Niederlausitz. In der Ausstellung werden Funde aus mehreren Jahrtausenden gezeigt. Sie erzählen die Geschichte der Region von der Steinzeit bis ins slawische Mittelalter.

Wie es mit der Slawenburg weitergeht, ist derzeit offen. Für die Region wäre der Verlust der Ausstellung ein großer Einschnitt.

 

Quelle: rbb24, Artikel vom 03.03.26: https://www.rbb24.de/content/rbb/r24/panorama/beitrag/2026/03/verliert-slawenburg-raddusch-ausstellung-stuecke.html von Antenne Brandenburg

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Tag der Archive 2026 – Die BGG ist dabei https://www.bggroteradler.de/tag-der-archive-2026-die-bgg-ist-dabei/ Mon, 16 Feb 2026 14:13:24 +0000 https://www.bggroteradler.de/?p=12311 Am 7. März 2026 lädt das Kreisarchiv Havelland gemeinsam mit dem Stadtarchiv Rathenow, dem Stadtarchiv Falkensee und dem Gemeindearchiv Brieselang zum bundesweiten Tag der Archive ein. Unter dem Motto „Alte Heimat – neue Heimat“ werden historische und persönliche Perspektiven auf Migration, Zugehörigkeit und Ankommen im Havelland beleuchtet. Die Brandenburgische Genealogische Gesellschaft Roter Adler e. V. (BGG) beteiligt sich in besonderer Weise an dieser Veranstaltung: mit dem angekündigten Vortrag von Dr. Treutler mit einem eigenen Informationsstand sowie mit fünf Vertretern unserer [...]

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Am 7. März 2026 lädt das Kreisarchiv Havelland gemeinsam mit dem Stadtarchiv Rathenow, dem Stadtarchiv Falkensee und dem Gemeindearchiv Brieselang zum bundesweiten Tag der Archive ein. Unter dem Motto „Alte Heimat – neue Heimat“ werden historische und persönliche Perspektiven auf Migration, Zugehörigkeit und Ankommen im Havelland beleuchtet.

Die Brandenburgische Genealogische Gesellschaft Roter Adler e. V. (BGG) beteiligt sich in besonderer Weise an dieser Veranstaltung:

  • mit dem angekündigten Vortrag von Dr. Treutler
  • mit einem eigenen Informationsstand
  • sowie mit fünf Vertretern unserer Gesellschaft vor Ort

Wir freuen uns sehr, unsere Arbeit im Bereich der Familien- und Regionalforschung vorstellen zu dürfen, mit Interessierten ins Gespräch zu kommen und genealogische Fragen zu beantworten.

  • 07. März 2026 | 13–17 Uhr
  • OSZ Havelland – Mensa, Berliner Allee 6, 14662 Friesack

Wir laden Sie herzlich ein, diesen besonderen Tag mit uns zu begehen und freuen uns auf Ihren Besuch. Der Eintritt ist frei.

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Die Wahrheit über Ritter Kahlbutz https://www.bggroteradler.de/die-wahrheit-ueber-ritter-kahlbutz/ Tue, 03 Feb 2026 10:12:26 +0000 https://www.bggroteradler.de/?p=12283 Mehr als 300 Jahre lang erzählte man sich in Brandenburg, dass Ritter Christian Friedrich von Kahlbutz ein Mörder gewesen sei. Angeblich soll er einen Hirten getötet haben und mit einem Meineid davongekommen sein. Weil sein Leichnam bis heute ungewöhnlich gut erhalten ist, galt das für viele als Zeichen einer göttlichen Strafe. In einer monatelangen interdisziplinären Untersuchung analysierten Forschende, der Medizinischen Hochschule Brandenburg, die Mumie mithilfe moderner Methoden, darunter CT-Scans, DNA-Analysen und historische Quellenforschung. Ziel war es, Klarheit über die Todesursache [...]

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Mehr als 300 Jahre lang erzählte man sich in Brandenburg, dass Ritter Christian Friedrich von Kahlbutz ein Mörder gewesen sei. Angeblich soll er einen Hirten getötet haben und mit einem Meineid davongekommen sein. Weil sein Leichnam bis heute ungewöhnlich gut erhalten ist, galt das für viele als Zeichen einer göttlichen Strafe.

In einer monatelangen interdisziplinären Untersuchung analysierten Forschende, der Medizinischen Hochschule Brandenburg, die Mumie mithilfe moderner Methoden, darunter CT-Scans, DNA-Analysen und historische Quellenforschung. Ziel war es, Klarheit über die Todesursache und die Identität des Ritters zu gewinnen.

Dabei fanden die Forschenden keine Hinweise auf einen gewaltsamen Tod. Knochenbrüche oder Verletzungen, die auf einen Mord hindeuten könnten, fehlten vollständig. Stattdessen starb Kahlbutz vermutlich an Krankheit oder altersbedingten Ursachen. Auch der bekannte Bleistift im Mund und die Münzen, die man an seinem Körper fand, haben nichts mit einer Strafe oder einem Meineid zu tun, sondern wurden erst später aus praktischen oder symbolischen Gründen hinzugefügt. Historische Quellen liefern ebenfalls keinen Beweis für den angeblichen Mord an dem Hirten.

Mit ihrer Studie korrigieren die Forschenden nicht nur ein jahrhundertealtes Fehlurteil, sondern zeigen auch, wie moderne Medizin und Geschichtswissenschaft gemeinsam Mythen entlarven können. Ritter Kahlbutz bleibt zwar eine faszinierende historische Figur, jedoch nicht länger als Mörder. 

 

Quelle: Märkische Allgemeine Zeitung, Artikel vom 31. Jan/1. Feb. 2026 von Alexander Beckmann

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Ein stiller Prinz: Heinrich von Preußen in Rheinsberg https://www.bggroteradler.de/ein-stiller-prinz-heinrich-von-preussen-in-rheinsberg/ Fri, 23 Jan 2026 11:00:22 +0000 https://www.bggroteradler.de/?p=12279 Prinz Heinrich von Preußen wurde vor 300 Jahren geboren und stand zeitlebens im Schatten seines berühmten Bruders Friedrich des Großen. Politische Macht blieb ihm weitgehend verwehrt, doch mit Schloss Rheinsberg erhielt er einen Ort, der sein Leben entscheidend prägte. Abseits der höfischen Zentren Berlin und Potsdam fand Heinrich hier einen Rückzugsraum, in dem er frei denken, leben und gestalten konnte. Rheinsberg wurde für Prinz Heinrich Lebensmittelpunkt und kultureller Mittelpunkt zugleich. Hier widmete er sich intensiv der Kunst, der Musik und [...]

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Prinz Heinrich von Preußen wurde vor 300 Jahren geboren und stand zeitlebens im Schatten seines berühmten Bruders Friedrich des Großen. Politische Macht blieb ihm weitgehend verwehrt, doch mit Schloss Rheinsberg erhielt er einen Ort, der sein Leben entscheidend prägte. Abseits der höfischen Zentren Berlin und Potsdam fand Heinrich hier einen Rückzugsraum, in dem er frei denken, leben und gestalten konnte.

Rheinsberg wurde für Prinz Heinrich Lebensmittelpunkt und kultureller Mittelpunkt zugleich. Hier widmete er sich intensiv der Kunst, der Musik und dem geistigen Austausch und pflegte Kontakte zu Gelehrten und Künstlern seiner Zeit. Auch militärisch übernahm er Verantwortung und bewährte sich in verschiedenen Einsätzen, ohne jedoch selbst nach führender Stellung zu streben. Das Verhältnis zu seinem Bruder Friedrich war von Nähe und Distanz geprägt und veränderte sich im Laufe der Jahre immer wieder. Als jüngerer Bruder blieb Heinrich häufig abhängig von dessen Entscheidungen und Erwartungen, die sein privates Leben ebenso beeinflussten wie seinen persönlichen Handlungsspielraum.

Persönlich galt Heinrich als zurückhaltend, diszipliniert und gebildet. Statt eines glanzvollen Hoflebens suchte er vor allem Ruhe, geistige Anregung und persönliche Entfaltung. Schloss Rheinsberg bot ihm dafür den passenden Rahmen und wurde zu einem Ort des Rückzugs und der kulturellen Entfaltung. Das Jubiläumsjahr lädt dazu ein, Prinz Heinrich neu zu entdecken und seine Bedeutung jenseits der großen historischen Erzählungen wahrzunehmen.

Quelle: Artikel „Der kleine Bruder“ von Lars Grote, Märkische Allgemeine Zeitung vom 17./18. Januar 2026

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Förderung für Brandenburger Denkmale https://www.bggroteradler.de/foerderung-fuer-brandenburger-denkmale/ Wed, 14 Jan 2026 16:23:30 +0000 https://www.bggroteradler.de/?p=12272 Das Land Brandenburg hat im Jahr 2025 umfangreich in den Erhalt seines kulturellen Erbes investiert. Insgesamt flossen rund 106 Millionen Euro aus Mitteln des Kultur- und des Infrastrukturressorts in die Sicherung, Sanierung und Restaurierung von Denkmalen im ganzen Land. Die Bilanz wurde in Potsdam von Kulturministerin Manja Schüle, Infrastrukturminister Detlef Tabbert und Landeskonservator Thomas Drachenberg vorgestellt. Gefördert wurden sowohl private als auch kommunale Projekte, von historischen Wohnhäusern bis hin zu bedeutenden Beispielen der Industriearchitektur. Als konkrete Beispiele dienten die denkmalgerechte [...]

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Das Land Brandenburg hat im Jahr 2025 umfangreich in den Erhalt seines kulturellen Erbes investiert. Insgesamt flossen rund 106 Millionen Euro aus Mitteln des Kultur- und des Infrastrukturressorts in die Sicherung, Sanierung und Restaurierung von Denkmalen im ganzen Land.

Die Bilanz wurde in Potsdam von Kulturministerin Manja Schüle, Infrastrukturminister Detlef Tabbert und Landeskonservator Thomas Drachenberg vorgestellt. Gefördert wurden sowohl private als auch kommunale Projekte, von historischen Wohnhäusern bis hin zu bedeutenden Beispielen der Industriearchitektur.

Als konkrete Beispiele dienten die denkmalgerechte Sanierung der Ziegelei-Villa in Glindow sowie das Kupferfertighaus „Sorgenfrei“ in Eberswalde. Beide Vorhaben zeigen, wie Denkmalschutz mit nachhaltiger Stadtentwicklung und neuen Nutzungsperspektiven verbunden werden kann.

Neben der Denkmalhilfe des Landes, für die rund 30 Millionen Euro bereitgestellt wurden, kamen etwa 76 Millionen Euro aus Programmen der Städtebauförderung von Bund und Land zum Einsatz. Die hohe Nachfrage setzt sich fort: Für das laufende Jahr liegen bereits zahlreiche Förderanträge aus Brandenburger Städten und Gemeinden vor.

Quelle: Pressemitteilung des Brandenburgischen Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologischen Landesmuseums (BLDAM), vom 12.01.2026

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