Forschungsgebiete Archive - Brandenburgische Genealogische Gesellschaft Roter Adler e. V: https://www.bggroteradler.de/category/forschungsgebiete/ Familien- und Regionalgeschichtsforschung in Brandenburg Mon, 24 Jun 2024 12:48:36 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9 Das Altmark-Kataster – unsere bisher umfangreichste Publikation in Druck https://www.bggroteradler.de/das-altmark-kataster-unsere-bisher-umfangreichste-publikation-in-druck/ Mon, 24 Jun 2024 12:48:36 +0000 https://www.bggroteradler.de/?p=11011 Von der durch Dr. Liselott Enders kurz vor ihrem tragischen Unfalltod am 25. April 2009 an unseren Mitstreiter Rüdiger Sachtjen herangetragenen Idee zu einer Edition der Kontributionsaufnahme der Altmark von 1684/85 bis zur jetzigen Drucklegung sind 15 Jahre vergangen. Die meiste Zeit hat Rüdiger Sachtjen in akribischer Kleinarbeit alle noch vorhandenen Originalquellen ausfindig gemacht und vollständig digitalisiert. Die weitaus größte Arbeit bewältigte er in der zeichengenauen manuellen Transkription der 6 zugrunde liegenden Aktenbände sowie mit dem Abgleich zweier späterer Abschriften. [...]

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Von der durch Dr. Liselott Enders kurz vor ihrem tragischen Unfalltod am 25. April 2009 an unseren Mitstreiter Rüdiger Sachtjen herangetragenen Idee zu einer Edition der Kontributionsaufnahme der Altmark von 1684/85 bis zur jetzigen Drucklegung sind 15 Jahre vergangen.

Die meiste Zeit hat Rüdiger Sachtjen in akribischer Kleinarbeit alle noch vorhandenen Originalquellen ausfindig gemacht und vollständig digitalisiert. Die weitaus größte Arbeit bewältigte er in der zeichengenauen manuellen Transkription der 6 zugrunde liegenden Aktenbände sowie mit dem Abgleich zweier späterer Abschriften. Im Jahre 2019 haben wir uns dann entschlossen, dieses Projekt als zweibändige Edition in unserer Verlagsreihe „Genealogische Quellen Brandenburgs“ (GQB) herauszugeben und im Juni 2022 mit der Erstellung der Publikation begonnen.

Neben der ehrenamtlichen Arbeit an dem Werk, war auch die Beschaffung eines erheblichen Teiles der erforderlichen Mittel über einen großzügigen Spender eine wichtige Voraussetzung für dessen Verwirklichung. Dies kann gar nicht hoch genug gewürdigt werden.

Ein umfassendes Lektorat und eine Einleitung nach dem Vorbild der vergleichbaren Edition des Prignitzkatasters 1686/87 von Werner Vogel aus dem Jahre 1985 sowie mehrere kritische Durchsichten waren zur Bewältigung des schwierigen historischen Materials ebenso erforderlich wie die sinnvolle Gestaltung von Layout und Satz.

Nun aber ist es endlich geschafft und unser, ich möchte zurecht sagen, „Mammutwerk“ ist in Druck gegangen.

Wir haben jetzt ein Druckwerk in zwei Bänden und einem Gesamtumfang von 1.222 Seiten in Auftrag geben. Enthalten sind die vollständigen Ortsbeschreibungen mit allen abgabepflichtigen Hausständen von 520 Dörfern, Flecken und Vorwerken der 6 historischen Altmarkkreise. Das Werk umfasst 12.852 Einträge mit 11.148 namentlich bekannten Personen und 202 adligen Familien mit rund 3.400 versschiedenen Familiennamen.

Es ist damit auch das bisher umfangreichste Werk in der losen Reihe der in den 1930er-Jahren von der Historischen Kommission für die Provinz Brandenburg und die Reichshauptstadt Berlin begründeten Reihe brandenburgischer Landbücher, in die sich dieses Werk eingeordnet wissen will.

Wir danke daher allen direkt und indirekt Beteiligten dafür, dass wir, die Brandenburgische Genealogische Gesellschaft „Roter Adler“ e.V. ein solches Projekt zu einem erfolgreichen Abschluss bringen konnten, was seit 1985 weder einem anderen Verein, noch einer öffentlichen Institution gelungen ist. Darauf können wir wahrhaftig stolz sein.

Buchbeschreibung

Mit dem „Altmarkkataster 1684/85“ wird die lose Reihe von Editionen „brandenburgischer Landbücher“ fortgesetzt, von denen zuletzt 1985 das „Prignitzkataster 1686/87“ von Werner Vogel erschienen ist. In gewollt vergleichbarer Weise wurde hier die von Kurfürst Friedrich Wilhelm verfügte Landesaufnahme für die 6 Kreise der Altmark mit insgesamt 520 Orten, darunter 6 Flecken, 2 Vorwerken und 8 Einzelhöfen mit allen darin befindlichen steuerpflichtigen Familienoberhäuptern, also „Ackerleute und Halbspänner“ und „Coßathen
und Cäthener“ sowie Einwohner und Hirten vollständig und weitgehend wort- und zeichen-
getreu transkribiert. Neben den mehr als 11.000 Personen mit rund 3.400 verschiedenen
Familiennamen enthält die Edition die jeweiligen Kontributionsabgaben ab 1693.
Die Familiennamen sind durch ein umfassendes Register erschlossen. Die Orte sind durch
die für die jeweiligen Kreise im Original vorhandenen alphabetischen Listen in ihrer zeit-
genössischen Schreibung übersichtlich dargestellt und mit ihrer heutigen Schreibweise in
einem Orts- sowie Besitzstandsregister erschlossen.

ISBN 978 3 945402 28 3

Preis für beide Bände: 100,00 Euro, zu beziehen über: bestellung@bggroteradle.de

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Neue Forschungsgruppe: „Juden in Brandenburg“ https://www.bggroteradler.de/neue-forschungsgruppe-juden-in-brandenburg/ Sat, 16 Apr 2022 16:22:06 +0000 https://www.bggroteradler.de/?p=8334 Die BGG Roter Adler hat eine weitere Forschungsgruppe gestartet. Unter der Leitung von Klaus Boas als Koordinator beschäftigt sich diese Gruppe mit jüdschen Familienforschung. Auf der Startseite der neuen Forschungsgruppe finden interessierte Familienforscher einen ersten Einstieg in das Thema. Des weiteren gibt es Seiten zu Onlinequellen für die jüdische Familienforschung sowie zu den Rahmenbedingungen des jüdischen Lebens in Brandenburg ab 1671. Weitere Informationsseiten befinden sich im Aufbau.

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Die BGG Roter Adler hat eine weitere Forschungsgruppe gestartet. Unter der Leitung von Klaus Boas als Koordinator beschäftigt sich diese Gruppe mit jüdschen Familienforschung. Auf der Startseite der neuen Forschungsgruppe finden interessierte Familienforscher einen ersten Einstieg in das Thema. Des weiteren gibt es Seiten zu Onlinequellen für die jüdische Familienforschung sowie zu den Rahmenbedingungen des jüdischen Lebens in Brandenburg ab 1671. Weitere Informationsseiten befinden sich im Aufbau.

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Niedersorbische (wendische) Ortsnamen als Audiodateien abrufbar https://www.bggroteradler.de/niedersorbische-wendische-ortsnamen-als-audiodateien-abrufbar/ Wed, 23 Mar 2022 10:30:32 +0000 https://www.bggroteradler.de/?p=8118 So sollen auch nicht Wendisch-Sprechende die richtige Aussprache erlernen können. Mit ein wenig Mühe gelingt es die in Rede stehenden Seiten im Internet zu finden: Niedersorbische Ortsnamen anhören. Bei allem Respekt vor dieser Idee bleibt indes festzustellen, dass hier auch Ortsnamen aufgeführt sind, die als Kunstnamen nach der Wende entstanden sind und damit jeder historischen Basis entbehren. Als Beispiele seien Teichland oder Neu-Seeland angeführt. Wer sich einen tatsächlichen Eindruck über die Vielfalt und Vielzahl der Ortsnamen mit niedersorbischen Wurzeln in der [...]

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So sollen auch nicht Wendisch-Sprechende die richtige Aussprache erlernen können. Mit ein wenig Mühe gelingt es die in Rede stehenden Seiten im Internet zu finden: Niedersorbische Ortsnamen anhören.

Bei allem Respekt vor dieser Idee bleibt indes festzustellen, dass hier auch Ortsnamen aufgeführt sind, die als Kunstnamen nach der Wende entstanden sind und damit jeder historischen Basis entbehren. Als Beispiele seien Teichland oder Neu-Seeland angeführt. Wer sich einen tatsächlichen Eindruck über die Vielfalt und Vielzahl der Ortsnamen mit niedersorbischen Wurzeln in der Niederlausitz verschaffen will, dem sei das Niederlausitzer Ortsnamenbuch von Walter Wenzel (Domowina-Verlag Bautzen 2006) empfohlen. Nach dieser grundlegenden Information kann dann das neue Audioangebot eine gute Ergänzung sein.

Es greift auch zu kurz, das Thema Sorben und Wenden auf die heute verbliebenen Siedlungsgebiete in Brandenburg und Sachsen zu reduzieren. Vielmehr sollten wir uns beispielsweise vor Augen halten, dass wir es im heutigen Südbrandenburg noch vor wenigen hundert Jahren mit einem geschlossenen wendischsprachigen Siedlungsgebiet mit nur wenigen deutschen Sprachinseln (etwa um das Kloster Dobrilug) zu tun hatten. Wenn man mit offenen Augen durch unser Land geht findet man indes allenthalben Spuren der wendischen (niedersorbischen) Kultur und Geschichte: In Orts- und Flurnamen, bei Pflanzen- und Tiernamen, vor allem aber auch bei Familiennamen.

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Sorben gehören zu Brandenburg https://www.bggroteradler.de/sorben-gehoeren-zu-brandenburg/ Thu, 10 Feb 2022 11:36:52 +0000 https://www.bggroteradler.de/?p=7815 In jüngster Zeit ist es in Cottbus zu Aktionen gegen die zweisprachige Straßenbeschilderung in deutscher und sorbischer Sprache gekommen, berichtet das Studio Cottbus auf rbb24.de. Die Verursacher dieser Beschmierungen und Überklebungen haben offenbar historische Wissenslücken und ein zweifelhaftes Verständnis von Minderheitenrechten. Die Oberlausitz in Sachsen und die Niederlausitz in Brandenburg sind angestammtes Siedlungsgebiet der zu den Westslawen gehörenden Sorben/Wenden. Das spiegelt sich nicht nur in einer Vielzahl von Orts- und Flurnamen, sondern auch in unseren Familiennamen wieder. Durch die Erforschung [...]

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In jüngster Zeit ist es in Cottbus zu Aktionen gegen die zweisprachige Straßenbeschilderung in deutscher und sorbischer Sprache gekommen, berichtet das Studio Cottbus auf rbb24.de.

Die Verursacher dieser Beschmierungen und Überklebungen haben offenbar historische Wissenslücken und ein zweifelhaftes Verständnis von Minderheitenrechten. Die Oberlausitz in Sachsen und die Niederlausitz in Brandenburg sind angestammtes Siedlungsgebiet der zu den Westslawen gehörenden Sorben/Wenden. Das spiegelt sich nicht nur in einer Vielzahl von Orts- und Flurnamen, sondern auch in unseren Familiennamen wieder. Durch die Erforschung unserer Wurzeln kann so auch Familiengeschichtsforschung einen wichtigen Beitrag zu Toleranz und Miteinander leisten, denn wir haben alle viele verschiedene Wurzeln.

https://www.rbb24.de/studiocottbus/panorama/2022/02/sorben-schmierereien-strassenschilder-angriff-auf-zweisprachigke.html

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Die holprige Landung des roten Adlers https://www.bggroteradler.de/die-holprige-landung-des-roten-adlers/ Tue, 06 Jul 2021 21:22:00 +0000 https://www.bggroteradler.de/?p=6936 „Es mögen ja gute Archivare sein, aber von Wappen und Heimatliebe haben sie keine Ahnung …“. Vor genau 30 Jahren erhielt das junge Land Brandenburg sein Wappentier. Archivare im damaligen Staatsarchiv Potsdam hatten den Entwurf erarbeitet. Doch dem 30. Mai 1991, als der rote Adler in seiner bekannten Form festgelegt wurde, ging eine Phase leidenschaftlicher Diskussionen voran. André Stellmacher berichtet über die Ereignisse vor 30 Jahren. Das Brandenburgische Landeshauptarchiv (damals noch Staatsarchiv Potsdam) ist der Entstehungsort und der Hüter der [...]

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Es mögen ja gute Archivare sein, aber von Wappen und Heimatliebe haben sie keine Ahnung …“. Vor genau 30 Jahren erhielt das junge Land Brandenburg sein Wappentier. Archivare im damaligen Staatsarchiv Potsdam hatten den Entwurf erarbeitet. Doch dem 30. Mai 1991, als der rote Adler in seiner bekannten Form festgelegt wurde, ging eine Phase leidenschaftlicher Diskussionen voran. André Stellmacher berichtet über die Ereignisse vor 30 Jahren.

Das Brandenburgische Landeshauptarchiv (damals noch Staatsarchiv Potsdam) ist der Entstehungsort und der Hüter der Urzeichnung des bis heute gültigen Wappens des Landes Brandenburg. Seine Beschreibung lautet: „Das Landeswappen zeigt auf einem Schild in Weiß (Silber) einen nach rechts blickenden, mit goldenen Kleestengeln auf den Flügeln gezierten und gold bewehrten roten Adler.“

Das umstrittene neue Landeswappen entsprang der Arbeitsgruppe „Wappen, Flagge, Siegel“, die zur Erarbeitung eines Gesetzesentwurfs für ebenjene Hoheitszeichen des Landes Brandenburg unter der Leitung von Hans-Joachim Schreckenbach – damals Abteilungsleiter im Staatsarchiv Potsdam – gebildet wurde. Die erste Fassung des Gesetzes lag am 25. September 1990 vor. Der darin enthaltene Wappenvorschlag war fast identisch mit dem heute gültigen Wappen und schon nach kurzer Zeit sogar inoffiziell im Gebrauch.

Der Gesetzentwurf wurde im Ausschuss für Inneres am 24. Januar 1991 zur Diskussion gestellt und am 10. April desselben Jahres als „Gesetz über die Hoheitszeichen des Landes Brandenburg“ (Gesetz- und Verordnungsblatt des Landes Nr. 4) publiziert. Die „Verordnung über die Führung des Landeswappens“ folgte am 30. Mai 1991 (veröffentlicht im Gesetz- und Verordnungsblatt Nr. 22 vom 20. August 1991). Am 20. Februar 1991 traf die Urzeichnung des Wappens im (mittlerweile umbenannten) Brandenburgischen Landeshauptarchiv ein. Auf Anregung des Archivs erfolgte eine Änderung im Detail, die am 18. Mai 1993 in Kraft trat.

Doch dem 30. Mai 1991, als der rote Adler in seiner bekannten Form als Wappentier des Landes Brandenburg festgelegt wurde, ging eine Phase voll leidenschaftlicher Diskussionen voran, begleitet von heute kaum noch vorstellbarer Polemik in der Presse.

Anlass waren sechs Thesen des Staatsarchivs Potsdam zum Wappen des künftigen Landes Brandenburg, veröffentlicht im Februar 1990 in den Brandenburgischen Neuesten Nachrichten (heute PNN), Der Morgen und der Märkischen Volksstimme (heute MAZ). Als erste Reaktion darauf erschien am 22. Februar 1990 in der Märkischen Union von Joachim Winter ein Entwurf, der den Adler mit Kurhut und Herzschild zeigt. Winter begrüßte sogar die Bildung eines „Freistaates Brandenburg“, der auch die früheren Besitzungen um und in Magdeburg, Halberstadt und Vorpommern umfassen sollte (es darf nicht vergessen werden, dass zu diesem Zeitpunkt noch nicht geklärt war, innerhalb welcher Grenzen das neue Bundesland entstehen würde), die sich dann wiederum im Wappen wiederfinden sollten.

Die Gegendarstellung des Staatsarchivs vom 7. April 1990 in der Märkischen Volksstimme und am 12. April in den Brandenburgischen Neuesten Nachrichten wiederholte im Wesentlichen die sechs Thesen, die es bereits zu Beginn des Jahres veröffentlicht hatte und mahnte darüber hinaus zur Sachlichkeit. Ergebnis war eine am 20. April 1990 geschlossene Übereinkunft des Staatsarchivs mit Kurt Markert darüber, dass die Pressekampagne beendet und mehrere Wappenvarianten erarbeitet werden sollten.

Quelle:
https://blha.brandenburg.de/index.php/2021/05/30/das-wappentier/#more-6332

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Hohenleipisch (Elbe-Elster): Gemeindevertreter wollen sich der Gräber ihrer Kriegstoten entledigen https://www.bggroteradler.de/hohenleipisch-elbe-elster-gemeindevertreter-wollen-sich-der-graeber-ihrer-kriegstoten-entledigen/ Fri, 26 Jun 2020 09:57:38 +0000 https://www.bggroteradler.de/?p=6097 Der Beitrag Hohenleipisch (Elbe-Elster): Gemeindevertreter wollen sich der Gräber ihrer Kriegstoten entledigen erschien zuerst auf Brandenburgische Genealogische Gesellschaft Roter Adler e. V:.

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von Wolfgang Bauch (Cottbus), BGG-Forschungsstelle Niederlausitz

Massengrab mit Gedenkstein auf dem Kirchhof Hohenleipisch für 18 zivile Opfer vom April 1945

Der Friedhof in der Bahnhofstraße nach seiner Umgestaltung als Parkanlage.

Grabstätte für sieben deutsche Soldaten auf dem Friedhof Bahnhofstraße. Gefallen am 24. April 1945. Vermutlich gehörten alle zur 10. SS-Panzer-Division „Frundsberg“.

Vorsichtig formuliert habe ich mit Befremden in der Online-Ausgabe der „Lausitzer Rundschau“, Lokalteil Elsterwerda vom 22.06.2020 die Absicht der Gemeinde Hohenleipisch zur Kenntnis genommen¹, ihre Kriegstoten auf den Friedhof des eingemeindeten Nachbardorfes Dreska umbetten zu wollen. Dem soll eine Empfehlung des Landkreises Elbe-Elster zugrunde liegen. Ein fatales Signal 75 Jahre nach dem Ende des 2. Weltkriegs. Ein Ort, der seine Gräber und Denkmale verliert, verliert auch seine Geschichte.

Blicken wir in die Historie: In Hohenleipisch gab es seit seiner Ersterwähnung im Jahre 1210 soweit bekannt drei Friedhöfe. Der erste wurde unserer christlichen Tradition entsprechend als Kirchhof um die heute Evangelische Kirche angelegt. Der Name Kirchhof hat sich bis heute erhalten. Als die Gemeinde im 19. Jahrhundert aus den Nähten platzte wurde ein neuer Gottesacker in der heutigen Bahnhofstraße, damals Pechofengasse angelegt. Eingeweiht und für Beerdigungen freigegeben wurde er 1861. Der alte Kirchhof wurde 1888 auf einstimmigen Beschluss geschlossen.

(Quelle: Engelskircher, Helmut (1912 - 1997): Beiträge zur Chronik des Dorfes Hohenleipisch ab seiner erstmaligen Erwähnung bis zum Jahre 1932, Hohenleipisch, 1985 (bekannt als Ortschronik Hohenleipisch).)

Nach meiner Erinnerung war es Anfang der 1970er Jahre, als die Gemeinde Hohenleipisch Am Reesberg einen neuen Friedhof anlegte, der bis heute genutzt wird. Die große Trauerhalle wurde maßgeblich durch den hochgeschätzten Gemeindearbeiter Erich Wolschke (1907 - 1995) errichtet. Beisetzungen erfolgten bald nur noch auf dem neuen, außerhalb der Gemeinde gelegenen Friedhof Am Reesberg. Auf dem wunderschönen parkähnlichen Friedhof in der Bahnhofstraße gab es alsbald keine Neubestattungen mehr.

Schon vor ca. zehn Jahren herrschte in der Gemeinde Unruhe wegen der vorgesehenen Umgestaltung des Friedhofs in der Bahnhofstraße. Eine Bürgerinitiative aus honorigen und geschichtsbewussten Einwohnern wollte die Gräber und damit das in über 100 Jahren gewachsene Ensemble erhalten wissen. Leider blieben die Bemühungen nicht von Erfolg gekrönt. Die übergroße Mehrzahl der Gräber, die alte Trauerhalle und nahezu die gesamte zur Bahnhofstraße hin gelegenen Friedhofshauer wurden ohne jede Not und ohne Gespür für Tradition, Kultur und Respekt vor den Altvorderen geschliffen. Stattdessen wurde Rasen angelegt. Nur wenige Gräber blieben von diesem Kahlschlag verschont: Neben imposanten Gräbern ausgewählter, vor allen Fabrikantenfamilien gehört dazu das zur Umbettung vorgesehene Soldatengrab sowie einige Gräber ziviler Opfer der letzten Kriegstage in Hohenleipisch.

Auf dem alten Kirchhof befindet sich ausweislich meiner Dokumentation gar kein Soldatengrab, wie es der Bezugsartikel der LR mutmaßen lässt. Dort hat die Mehrzahl der zivilen Opfer ihre letzte Ruhestätte in einem Massengrab gefunden. Auf dem Grabstein sind achtzehn Namen verzeichnet. Offensichtlich sollen also nicht nur das Soldatengrab vom Friedhof Bahnhofstraße, sondern auch alle Gräber der zivilen Kriegsopfer umgebettet werden. Die Hohenleipischer Kriegstoten sollen nach 75 Jahren auf den Friedhof Dreska umgebettet werden. Unglaublich.

Im Grab der sieben im LR-Beitrag erwähnten Soldaten liegen vier namentlich bekannte und drei unbekannte. Es sind wohl nicht, wie auf dem Grabstein dargestellt Wehrmachtsangehörige, sondern zumindest überwiegend Angehörige der 10. SS-Panzer-Division „Frundsberg“. Wobei die Waffen-SS im 2. Weltkrieg der Wehrmacht unterstellt war. Nachdem Hohenleipisch am 22. April 1945 von der Roten Armee, genau genommen der 1. Ukrainischen Front unter General Iwan S. Konew befreit worden war, zogen am 24. April versprengte, aus dem Spremberger Kessel ausgebrochene „Frundsberger“ in den Ort ein und es kam zu heftigen Gefechten und Exzessen, die sich über Döllingen bis Plessa fortsetzten und zu schlimmen Verlusten und Verbrechen auch an der Zivilbevölkerung führten. Ereignisse, die noch heute im kollektiven Bewusstsein der betroffenen Dörfer nachwirken. Die erwähnten „Frundsberger“ wollten sich in Richtung Nordböhmen zu den Amerikanern durchschlagen und sich diesen ergeben, was ihnen in der weiteren Folge auch gelang. Die 1. Ukrainische Front und „die Frundsberger“ hatten sich schon lange erbitterte Kämpfe geliefert.

Weshalb will man gefallene Soldaten vom ehemaligen Friedhof Bahnhofstraße auf den Friedhof des eingemeindeten Dreska umbetten? Sie gehören zu Hohenleipisch und verbinden sich mit einem, wenn auch dunklen Kapitel der Geschichte meines Heimatdorfes. Weshalb die vielen zivilen Opfern der letzten Kriegstage und der unmittelbaren Nachkriegszeit? Was sagen eigentlich die Hinterbliebenen dazu?

Die geplante Umbettung ist weder im Gesamtkontext der Kriegsereignisse vom April 1945 schlüssig, noch notwendig. Lasst die Kriegsopfer, seien es Zivilisten, sowjetische oder deutsche Soldaten dort auf den Friedhöfen ruhen, wo sie 1945 ihre letzte Ruhe gefunden haben. Grundsätzlich sollten solche Grabstätten erhalten bleiben, da diese ja den historischen Kontext bilden und so gerade bei Gefallenengräbern auch das Andenken an die Ereignisse erst ermöglichen. Zentralanlagen reißen die Gräber aus ihrem Zusammenhang und lassen sie ohne historischen Hintergrund in der Masse verschwinden. Ein Ort, der seine Gräber und Denkmale verliert, verliert auch seine Geschichte und gerade das Andenken an die Weltkriege muss flächendeckend an allen authentischen Orten gepflegt werden, denn nur so kann deren Mahnung vor Ort wirken. Noch heute können so Bewohner Namen ihrer Vorfahren und Verwandten lesen, die Kriegsopfer wurden. Sind Gräber und Denkmal verschwunden, ist auch die Mahnung verschwunden, als ob es in dem Ort nie einen Krieg gab.

Die gefallenen Rotarmisten der Region fanden ihre letzte Ruhe auf dem 1946/47 angelegten Sowjetischen Ehrenfriedhof, der unmittelbar an den Bergfriedhof angrenzt. Weitere Kriegstote - vornehmlich wird in der Bevölkerung von „Russen“ gemunkelt - sollen noch dort liegen, wo man sie im April 1945 eher schlecht als recht an Ort und Stelle notbestattet hat. Um auch diese Menschen noch würdevoll beisetzen zu können wäre man auf fundierte Berichte der immer weniger werdenden Zeitzeugen angewiesen. Dies wären wahrlich sinnvolle Umbettungen. Zudem wären die Hinterbliebenen, sofern eine Identifizierung noch möglich ist, gewiss dankbar Informationen und Gewissheit über deren Schicksal zu bekommen.

Derweil habe ich mich an den Landrat Elbe-Elster, Herrn Christian Heinrich-Jaschinski (CDU) gewandt und gebeten das Vorhaben im Sinne meiner Kritik zu überprüfen.


Der Autor (60) ist in Hohenleipisch aufgewachsen, wo seine Vorfahren seit vielen Generationen ansässig und geachtet waren. Seiner Heimatgemeinde fühlt er sich durch familien- und heimatgeschichtliche Recherchen und zahlreiche fortbestehende persönliche Kontakte verbunden. Er ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Heimatkunde e.V. Bad Liebenwerda und Forschungsstellenleiter Niederlausitz der Brandenburgischen Genealogischen Gesellschaft „Roter Adler“ e.V. Immer wieder legt er den Finger in die Wunde, wenn Entscheidungsträger nach seiner Überzeugung unsensibel oder gar verantwortungslos mit Kulturgut und Geschichtsbewusstsein umgehen, wenn hinter Entscheidungen bestenfalls kurzfristiger Gewinn und/oder der Einfluss von Lobbyisten vermutet werden darf.


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https://www.lr-online.de/lausitz/elsterwerda/kriegsgraeber-gefallene-soldaten-werden-in-hohenleipisch-umgebettet-47164973.html

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Die Manigs. Familiengeschichte(n) aus fünf Jahrhunderten https://www.bggroteradler.de/die-manigs-familiengeschichten-aus-fuenf-jahrhunderten/ Mon, 21 Jan 2019 08:22:59 +0000 https://www.bggroteradler.de/?p=4238 Vortrag von Dr. Dieter Manig, Oschätzchen/ Salzatal, Donnerstag, 24.01.2019, 19 Uhr im Kreismuseum Bad Liebenwerda, Anmeldung unter: 035341 12455 oder kreismuseumbadliebenwerda@lkee.de; Eintritt: 2 Euro Die Liebenwerdaer Heide liegt im Herzen des EIbe-Elster-Landes. Über Generationen wandern Familiennamen im wahrsten Sinne des Wortes durch Heirat um die Heide herum. Zu den typischen Familiennamen unserer Kulturlandschaft zählen Familiennamen wie Manig oder Keil, die wirje nach Standort dies- und jenseits der Heide finden. Dr. Dieter Manig, aus Oschätzchen bei Bad Liebenwerda stammend, hat sich [...]

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Vortrag von Dr. Dieter Manig, Oschätzchen/ Salzatal, Donnerstag, 24.01.2019, 19 Uhr im Kreismuseum Bad Liebenwerda, Anmeldung unter: 035341 12455 oder kreismuseumbadliebenwerda@lkee.de; Eintritt: 2 Euro

Die Liebenwerdaer Heide liegt im Herzen des EIbe-Elster-Landes. Über Generationen wandern Familiennamen im wahrsten Sinne des Wortes durch Heirat um die Heide herum. Zu den typischen Familiennamen unserer Kulturlandschaft zählen Familiennamen wie Manig oder Keil, die wirje nach Standort dies- und jenseits der Heide finden. Dr. Dieter Manig, aus Oschätzchen bei Bad Liebenwerda stammend, hat sich in auf Spurensuche begeben und beleuchtet in dem von ihm verfassten Buch auf 230 Seiten spannend und reich bebildert die Geschichte seiner Familie und die des Elbe-Elster-Landes.
Die ersten Nachweise des Familiennamens Manig finden sich bereits 1546 in einem Verzeichnis des Klosters Dobrilugk (Doberlug). Der eigene Stammbaum beginnt im Klosterdorf Prießen und führt die Familie über Schadewitz nach Oschätzchen. Das Museum und die AG für Heimatkunde laden ein, den Autor auf seiner familiengeschichtlichen Wanderung im Rahmen eines Vortrages zu begleiten. Gleich Theodor Fontane, dessen 200. Geburtstages wir in diesem Jahr gedenken, führen seine Recherchen auch ihn ins Pfarrhaus, wo Zeitgeschichte vom Pfarrer oder Lehrer im Kirchbuch bzw. in Chroniken festgehalten wurde.

Vormerken: Im Rahmen des traditionellen Lichtmess-Symposiums am Mitteldeutschen Marionettentheatermuseum (zugleich Kreismuseum) in Bad Liebenwerda, Burgplatz 2 (Elbe-Elster), findet am Abend des 1.2., 19 Uhr eine Lesung aus Manueal Andracks Gesammelten Wanderabenteuern und am 2.2., 9-12 Uhr, Vorträge zum Thema Märkische Wanderungen im Elbe-Elster-Land statt.

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Cottbusser Stadtverwaltung hat kein Interesse an der Stadtgeschichte https://www.bggroteradler.de/cottbusser-stadtverwaltung-hat-kein-interesse-an-der-stadtgeschichte/ Tue, 11 Sep 2018 09:36:59 +0000 http://www.bggroteradler.de/?p=3940 „Wer die Vergangenheit liebt, der liebt eigentlich das Leben. Die Gegenwart bleibt flüchtig, selbst wenn ihre Fülle sie ewig erscheinen läßt. Liebt man das Leben, so liebt man die Vergangenheit, denn die Eindrücke der Gegenwart bestehen in der Erinnerung fort.“ Jean Paul (1763 – 1825), eigentlich Johann Paul Friedrich Richter, deutscher Dichter, Publizist und Pädagoge Cottbus. Genealogische Gesellschaft fordert die Einbindung der Ausgrabungen in die Umgestaltung des Oberkirchplatzes. Von Peggy Kompalla Rund um die Oberkirche wird derzeit Stadtgeschichte ans Licht [...]

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„Wer die Vergangenheit liebt, der liebt eigentlich das Leben. Die Gegenwart bleibt flüchtig, selbst wenn ihre Fülle sie ewig erscheinen läßt. Liebt man das Leben, so liebt man die Vergangenheit, denn die Eindrücke der Gegenwart bestehen in der Erinnerung fort.“

Jean Paul (1763 – 1825), eigentlich Johann Paul Friedrich Richter, deutscher Dichter, Publizist und Pädagoge

Cottbus. Genealogische Gesellschaft fordert die Einbindung der Ausgrabungen in die Umgestaltung des Oberkirchplatzes.
Von Peggy Kompalla

Rund um die Oberkirche wird derzeit Stadtgeschichte ans Licht geholt. Denn bevor die Bauarbeiter neues Pflaster für den Platz verlegen, erforschen die Archäologen den Untergrund. Dabei haben sie unter anderem das Fundament der einstigen Lateinschule – des späteren Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums – freigelegt. Die Brandenburgische Genealogische Gesellschaft „Roter Adler“ fordert, dass die Mauerreste in die Umgestaltung des Oberkirchplatzes einbezogen werden. Die Stadt gibt diesem Vorstoß aus Kostengründen eine Abfuhr, hat aber einen eigenen Kompromiss gefunden.

Der Vorsitzende der Gesellschaft, Gerd-Christian Treutler, argumentiert: „Hier besteht die einmalige Möglichkeit, die Bedeutung des Ortes als geistiges Zentrum der Niederlausitz lebendig zu erhalten.“ Dabei bezieht er sich im Besonderen auf die Lateinschule, die einst direkt neben der Oberkirche stand und bereits im Mittelalter gegründet worden war. Im Volksmund und der Wissenschaftswelt sei die Schule als Wendische Universität bekannt gewesen. „Sie war die einzige höhere Schule in der Niederlausitz, die Studenten an Universitäten schicken konnte“, erklärt Treutler. Zu ihnen gehörte neben dem Australienforscher Ludwig Leichhardt auch der Landschaftsmaler Carl Blechen. Das Schulhaus, von dem nach einem Feuer im Jahr 1945 nur die Fundamente im Erdboden erhalten sind, sei die Brücke aus der Vergangenheit zur heutigen Universitätsstadt.

Diese Geschichte sollte lebendig erhalten werden. Das sei nicht allein mit Plaketten getan. „Fundamentreste wie Gebäudeecken, Kellerräume, aber auch Stufen und Treppen oder die alte Kopfsteinpflasterstraße sollten begehbar erhalten werden“, sagt der Gesellschaftsvorsitzende. Plaketten und Informationstafeln seien eine gute Ergänzung. „Die Mauern und Treppen aus den Grabungen könnten als Sitzgelegenheiten genutzt werden.“ Diese Geschichte zum Anfassen könnte mit der Erinnerung an bekannte Persönlichkeiten verbunden werden – wie mit dem geplanten Leichhardt-Denkmal. Als gelungenes Beispiel einer solchen lebendigen Platzgestaltung nennt Gerd-Christian Treutler die Stadt Magdeburg. „Besonders beim Domplatz sind die Ausgrabungsbefunde wunderbar plastisch einbezogen worden.“

Dem Erhalt der Funde auf die vorgeschlagene Weise erteilt die Stadt jedoch eine Abfuhr. Rathaussprecher Jan Gloßmann sagt: „In der Form ist das finanziell nicht darstellbar.“ Soll heißen: Es wäre zu teuer. In dem Atemzug erinnert daran, dass das Projekt bereits abgespeckt werden musste. Die Baubetriebe riefen in der Ausschreibung deutlich höhere Beträge für die Arbeiten auf, als die Stadt für die Umgestaltung geplant hatte. Der Stadtsprecher ergänzt: „Eine Umsetzung der Idee würde zudem den Zeitplan sprengen und wäre nicht barrierefrei.“ Der Erhalt der Fundamente würde auch der bisherigen Nutzung des Platzes als Veranstaltungsort für Wochenmarkt und Feste widersprechen.

Nichtsdestotrotz habe die Stadt gemeinsam mit den Planern eigene Ideen entwickelt, um die Vergangenheit zu zeigen. „An die alte Lateinschule wird mittels eines Messingbandes erinnert, das in das Pflaster eingebaut wird und die Außenmauern des Gebäudes markiert“, erklärt Gloßmann. Im Herbst werde es Abstimmungen dazu geben, welcher Schriftzug auf das Messingband kommt. In dem Zuge werde auch über die Inschrift für das Leichhardt-Denkmal befunden und wie mit der Gedenktafel für den Forscher umgegangen wird, die derzeit am Haus Oberkirchplatz 6 angebracht ist.

Die Genealogische Gesellschaft erinnert an verpasste Chancen in Cottbus. Dazu gehöre die Umgestaltung des Altmarktes. „Die damals freigelegten Reste des alten Rathauses wurden nicht sichtbar erhalten, obwohl es konkrete Vorschläge dazu gab“, sagt Treutler. Ebenso bedauerlich sei der Umgang mit dem mittelalterlichen Ziegelbrennofen an der Mühlenstraße gewesen. Er wurde wieder eingegraben, ein archäologisches Fenster verworfen.

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Genealogische Quellen Brandenburgs Band 5 https://www.bggroteradler.de/genealogische-quellen-brandenburgs-band-5/ Sun, 23 Apr 2017 08:27:55 +0000 http://www.bggroteradler.de/?p=3350 Bernd Steinbrecher: Der Eisenbahnabschnitt Erkner – Frankfurt (Oder), Geschichte und Personal 1842 – 1990 Die jüngste Neuerscheinung im Verlag der Brandenburgischen Genealogischen Gesellschaft “Roter Adler” e. V. wurde gestern anlässlich des 12. Regionaltreffens Brandenburg für Heimat- und Familiengeschichtsforscher erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Bücher über Eisenbahner und Eisenbahnstrecken sind in einer vielfältigen Auswahl erhältlich. Jedoch steht kaum einmal das Leben der Beamten und Arbeiter im Mittelpunkt der Darstellungen. Für Bernd Steinbrecher war es deshalb wichtig, mehr über die Bahnangestellten und deren [...]

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Bernd Steinbrecher: Der Eisenbahnabschnitt Erkner – Frankfurt (Oder), Geschichte und Personal 1842 – 1990

Die jüngste Neuerscheinung im Verlag der Brandenburgischen Genealogischen Gesellschaft “Roter Adler” e. V. wurde gestern anlässlich des 12. Regionaltreffens Brandenburg für Heimat- und Familiengeschichtsforscher erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.
Bücher über Eisenbahner und Eisenbahnstrecken sind in einer vielfältigen Auswahl erhältlich. Jedoch steht kaum einmal das Leben der Beamten und Arbeiter im Mittelpunkt der Darstellungen. Für Bernd Steinbrecher war es deshalb wichtig, mehr über die Bahnangestellten und deren Familien zu erfahren. Wer die Eisenbahn kennt, weiß dass oft ganze Familien für die Bahn arbeiteten. Neben Fachliteratur und Archivakten hat Bernd Steinbrecher deshalb auch die Kirchenbücher der Orte an der Strecke ausgewertet.

So konnte er die familiären Zusammenhänge an der Bahnstrecke 6153 zwischen Erkner und Frankfurt (Oder) darstellen und ergänzt diese um Informationen zu Bau und Betrieb der Strecke sowie die Lebensgeschichten ehemaliger Eisenbahner.

Bibliographische Angaben:

Bernd Steinbrecher: Der Eisenbahnabschnitt Erkner – Frankfurt (Oder), Geschichte und Personal 1842 – 1990, Genealogische Quellen Brandenburgs Band 5, Verlag der Brandenburgischen Genealogischen Gesellschaft „Roter Adler“ e. V., Potsdam 2017, ISSN 1867-924, ISBN: 978-3-945402-06-1, Preis: 15,00 €.

Vereinsmitglieder können das Buch zum halben Preis erwerben.

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Ortsfamilienbuch Dauer (Uckermark) https://www.bggroteradler.de/ortsfamilienbuch-dauer-uckermark/ Sun, 06 Nov 2016 20:50:01 +0000 http://www.bggroteradler.de/?p=3220 Das Dorf Dauer liegt 6 km nördlich von Prenzlau und hat heute rund 180 Einwohner. Für das Ortsfamilienbuch „Dauer“ wurde die Abschrift des Kirchenbuchduplikats der evangelischen Gemeinde von Dauer für den Zeitraum 1825 bis 1874 ausgewertet (Quelle: Wolters, Joachim: Kirchenbuch Dauer in der Uckermark bei Prenzlau: 1825 – 1874. Selbstverlag, Hamburg. 1999). Das OFB umfasst derzeit rund 1.800 Personen. Wer Ergänzungen bzw. Berichtigungen beitragen kann, wird gebeten diese an den Verfasser des OFB zu senden: OFB-Uckermark(ät)t-online.de.

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Das Dorf Dauer liegt 6 km nördlich von Prenzlau und hat heute rund 180 Einwohner. Für das Ortsfamilienbuch „Dauer“ wurde die Abschrift des Kirchenbuchduplikats der evangelischen Gemeinde von Dauer für den Zeitraum 1825 bis 1874 ausgewertet (Quelle: Wolters, Joachim: Kirchenbuch Dauer in der Uckermark bei Prenzlau: 1825 – 1874. Selbstverlag, Hamburg. 1999). Das OFB umfasst derzeit rund 1.800 Personen.

Wer Ergänzungen bzw. Berichtigungen beitragen kann, wird gebeten diese an den Verfasser des OFB zu senden: OFB-Uckermark(ät)t-online.de.

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