NS-Regime Archive - Brandenburgische Genealogische Gesellschaft Roter Adler e. V: https://www.bggroteradler.de/tag/ns-regime/ Familien- und Regionalgeschichtsforschung in Brandenburg Sun, 11 May 2025 16:41:41 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 Zwei neue Stolpersteine in Falkensee https://www.bggroteradler.de/zwei-neue-stolpersteine-in-falkensee/ Sun, 11 May 2025 16:41:41 +0000 https://www.bggroteradler.de/?p=11576 Am heutigen 11. Mai 2025 hat der Initiator der Stolpersteine, der Künstler Gunter Demnig, erneut zwei Stolpersteine in Falkensee verlegen können. Zwei von derzeit 117.000 in 33 Ländern der Welt … Sie erinnern an die Schicksale der im NS-Regime Verfolgten, Gedemütigten, Vertriebenen, Gefolterten und Ermordeten. Ihr Andenken darf nie vergessen werden und muss Verpflichtung sein, sich dafür einzusetzen, dass dies nie wieder geschieht. Dank der Initiative der Vorbereitungsgruppe Stolpersteine (VBG) in Falkensee und Umgebung (Osthavelland) wurden die Biografien des Ehepaares [...]

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Am heutigen 11. Mai 2025 hat der Initiator der Stolpersteine, der Künstler Gunter Demnig, erneut zwei Stolpersteine in Falkensee verlegen können. Zwei von derzeit 117.000 in 33 Ländern der Welt …

Sie erinnern an die Schicksale der im NS-Regime Verfolgten, Gedemütigten, Vertriebenen, Gefolterten und Ermordeten. Ihr Andenken darf nie vergessen werden und muss Verpflichtung sein, sich dafür einzusetzen, dass dies nie wieder geschieht.

Gunter Demnig beim Verlegen der Stolpersteine am 11.5.2025

Gunter Demnig bei Verlegen der Stolpersteine (Foto: Treutler)

Dank der Initiative der Vorbereitungsgruppe Stolpersteine (VBG) in Falkensee und Umgebung (Osthavelland) wurden die Biografien des Ehepaares Lipstein erforscht und die Verlegung beantragt. Seit 2006 ist die Gruppe aktiv und hat allein in Falkensee bereits 28 Schicksale durch einen Stolperstein dem Vergessen entrissen.

Die BGG „Roter Adler“ e.V. unterstützt die VBG als Partner.

Ein Mensch ist erst vegessen, wenn sein Name vergessen ist. (Gunter Demnig)

Link zur Webseite der Vorbereitungsgruppe Stolpersteine Falkensee

Link zum Interview von Casten Scheibe mit Gunter Demnig vom 11. Mai 2025

 

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Toxische Ahnenforschung https://www.bggroteradler.de/toxische-ahnenforschung/ Wed, 14 Aug 2024 13:28:47 +0000 https://www.bggroteradler.de/?p=11061 Mit dem sicherlich durchaus provokativ gemeinten Schlagwort „Toxische Ahnenforschung“ bezeichnet der Journalist Thies Marsen seine Nachforschungen zu den wahren Hintergründen familiärer Überlieferungen über die Rolle seiner Großeltern unter der NS-Herrschaft. Seine 2020 im Alter von 103 Jahren verstorbene Großmutter erzählte oftmals, dass sie es war, die die Aktentasche beschafft hat, in der Claus Schenk Graf Stauffenberg am 20. Juli 1944 den Sprengsatz unter dem Besprechungstisch der Wolfsschantze plazierte. Sein Großvater, der Generalstabsoffizier Walter Rudolph soll zum Kreis der Verschwörer gehört [...]

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Mit dem sicherlich durchaus provokativ gemeinten Schlagwort „Toxische Ahnenforschung“ bezeichnet der Journalist Thies Marsen seine Nachforschungen zu den wahren Hintergründen familiärer Überlieferungen über die Rolle seiner Großeltern unter der NS-Herrschaft. Seine 2020 im Alter von 103 Jahren verstorbene Großmutter erzählte oftmals, dass sie es war, die die Aktentasche beschafft hat, in der Claus Schenk Graf Stauffenberg am 20. Juli 1944 den Sprengsatz unter dem Besprechungstisch der Wolfsschantze plazierte. Sein Großvater, der Generalstabsoffizier Walter Rudolph soll zum Kreis der Verschwörer gehört haben. Geglaubt hat der Großmutter zunächst niemand, doch dann hat er sich dem journalistischen Reiz, die Angaben zu überprüfen doch nicht entziehen können.

In seinem 4-teiligen, jeweils rund 40-minütigen Podcast des Bayerischen Rundfunks

„Omas Tasche und dass Hitler-Attentat“

nimmt er nun den Hörer mit auf seine Erkundungsreise.

Was Marsen tut, dokumentiert er mit seinem Aufnahmegerät in der Hand, und es ist ihm ein akustisches Meisterwerk der Aufarbeitung deutscher Geschichte gelungen. (Friedrich Burschel)

Zu empfehlen ist auch das Buch „Opa war kein Nazi. Nationalsozialismus und Holocaust im Familiengedächtnis“ von Harald Welzer, Sabine Moller und Karoline Tschuggnall.

Über die familiäre Täterforschung von Johannes Spohr informieren die Webseiten:

www.presentpast.net und wwwpreposition.de

Eine bemerkenswerte Erkenntnis der aktuellen Geschichtswisenschaft geht von allenfalls 200.000 Deutschen aus, die tatsächlich unter Einsatz ihres Lebens Widerstand im NS-Regime geleistet haben, also nur rund 0,3 Prozent der damaligen Beökerung. Und das waren hauptsächlich Kommunisten, sowie Sozialdemokraten, Christen, Juden und einige andere.

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